Therapie bei Schmerzen am Weisheitszahn

Weisheitszahn OP 

Therapie bei Schmerzen am Weisheitszahn

In der Regel müssen Weisheitszähne entfernt werden, wenn diese Zahnschmerzen verursachen. Nach der Weisheitszahn-OP können Kieferschmerzen auftreten.

Durchbruchsstörung – wenn der Weisheitszahndurchbruch gestört ist

Bei dem Phänomen der Perikoronitis/Dentitio difficilis (erschwerter Zahndurchbruch) kann der Zahn die Kauebene nicht hindernisfrei erreichen (siehe auch Ursache: Weisheitszahn). Meist ist der Kiefer zu klein für den achten Zahn (= Weisheitszahn). Partiell durchgebrochene Weisheitszähne stellen eine Eintrittspforte für Bakterien in das Weichgewebe dar. Eine perikoronare Entzündung (Schlupfwinkelinfektion) kann die Folge sein. Betroffene beschreiben oft puckernde Schmerzen, die bis zum Ohr und in den Oberkiefer ausstrahlen können.

Kieferschmerzen durch eine Perikoronitis

Um die Schmerzen der entzündeten durchbrechenden Weisheitszähne zu lindern, ist der Besuch beim Zahnarzt und eine Therapie unerlässlich. Nach der Betäubung wird Ihr Behandler die Eintrittspforte, also den Raum zwischen Zahn und Zahnfleisch, reinigen. Die Entfernung von Zahnfleisch kann ebenfalls notwendig werden, um einen Abfluss für infiziertes Sekret zu schaffen. Nach der Reinigung des infizierten Gebietes zwischen Zahnfleisch und Zahn von Speisresten, Plaque und Eiter, wird ein „Streifen“ in die Wunde gelegt. Dieser Streifen wirkt als Drainage. Auch nach der Behandlung kann Sekret weiterhin abfließen. Und die Desinfektion der Wunde zu gewährleisten, sind in der Zahnmedizin verwendete Streifen oft mit Aureomycin oder Jodoformpasta bestrichen. Das Wundgebiet muss innerhalb der nächsten Tage, meist aber sogar schon am Folgetag, kontrolliert werden. Der Streifen sollte spätestens nach drei Tagen entfernt werden.

Ist das Allgemeinbefinden eines Patienten stark eingeschränkt oder besteht der Verdacht einer Ausbreitung der Entzündung, kann eine Antibiose notwendig werden. Der Nutzen von der Einnahme eines Antibiotikums wird in jedem Fall individuell besprochen und nicht standardisiert verschrieben. Das Schmerzmittel der Wahl ist Ibuprofen, soweit keine Kontraindikationen bestehen.

In den meisten Fällen wird bei einer Perikoronitis (Entzündung zwischen dem durchbrechendem Zahn und den bedeckenden Weichteilen) mittelfristig die Entfernung des betroffenen Weisheitszahns notwendig. Die Erfahrung zeigt, dass sich infizierte Weisheitszähne häufig reinfizieren. Nach erfolgreicher Therapie der Perikorontitis kann für die 8 er Entfernung ein geeigneter Zeitpunkt gewählt werden. Eine sofortige Extraktion kann, je nach Entzündungsstadium, ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Der behandelnde Arzt wird bei der Entfernung von Weisheitszähnen in der akuten Entzündungsphase entscheiden, ob die Gabe von Antibiotika sinnvoll ist oder nicht.

Die häusliche Mundhygiene sollte trotz einer schmerzhaften Perikoronitis auf keinen Fall leiden. Zusätzlich kann mit Mundspüllösungen gespült werden. Antibakterielle Gels, die direkt auf die betroffene Stelle appliziert werden, finden ebenfalls Anwendung. 

Beschwerden am Weisheitszahn – Schmerzmittel

Ibuprofen ist das Schmerzmittel der Wahl. Von Acetylsalicylsäure (ASS) als Wirkstoff, vor allem unter dem Handelsnamen Aspirin bekannt, sollte abgesehen werden. Acetylsalicylsäure hemmt irreversibel die Thrombozytenaggregation. Die Blutgerinnung ist durch ASS kurzfristig unumkehrbar gehemmt. Kurzum: es hört nicht auf zu bluten und der Zahnarzt wird es vermeiden, chirurgisch tätig zu werden. Sollten Sie Aspirin eingenommen haben oder gehört Aspirin zur Blutverdünnung zu Ihrer täglichen Medikation, müssen Sie dies unbedingt Ihrem behandelnden Arzt mitteilen.

Weisheitszahnentfernung

Wenn die Weisheitszähne im Durchbruch wehtun, entzündet sind oder einfach keinen Platz haben und sogar eine Gefahr für die Nachbarzähne darstellen, müssen sie meist entfernt werden. Mit einer Lokalanästhesie (Spritze) wird das Operationsgebiet betäubt, so dass das Entfernen der Weisheitszähne meist beschwerdefrei möglich ist. Es sei allerdings erwähnt, dass Druck und Vibration trotz Spritze spürbar sind. 

Weisheitszahn Röntgenbild

Zahn 48 (blauer Kreis) steht nicht regelrecht im Kiefer. Der Zahn 48 stellt eine Gefahr für den Zahn 47 dar. Auf einer zweidimensionalen Röntgenaufnahme kann allerdings schwer beurteilt werden, ob der Zahn 48 den Zahn 47 resorbiert hat.

Bei der Weisheitszahnentfernung muss unterschieden werden, ob ein Weisheitszahn mit der Krone in die Mundhöhle ragt, oder, ob er noch teilweise bzw. ganz im Knochen steckt. Man spricht diesbezüglich von retinierten bzw. teilretinierten Weisheitszähnen. Vor einer Weisheitszahnoperation muss auch beurteilt werden wie die Wurzeln beschaffen sind. Gibt es feine abgewinkelte Wurzelspitzen, die abbrechen können? Sind mehrere Wurzeln vorhanden, so dass eine Teilung des Zahnes notwendig wird? Oder hat der Zahn eine regelrechte Morphologie und kann leicht entfernt werden? Welche Nachbarstrukturen sind in der Nähe? Besteht die Gefahr der Verletzung des N. alveolaris inferior? Um solche  Fragen genau klären zu können, bieten sich eine DVT-Aufnahme an. DVT steht für digitale Volumentomographie und stellt die Kiefer im dreidimensionalen Raum dar. Anatomische Gegebenheiten können ohne Überlagerungen und in großer dimensionstreue dargestellt werden. Diese dreidimensionalen Aufnahmen sind nicht bei jeder Weisheitszahnentfernung nötig. Gerade beim Entfernen von Weisheitszähnen im Unterkiefer, die in einer engen räumlichen Beziehung zum N. alveolaris inferior stehen, kann eine DVT wichtige anatomische Anhaltspunkte für den Operateur liefern, um intraoperativ den Nerv nicht zu schädigen.

Weisheitszahnoperation

Liegen die Weisheitszähne regelrecht und schauen mit der Zahnkrone schon in die Mundhöhle, ist die Extraktion (Entfernung) meist unproblematisch. Sind die Weisheitszähne noch vollständig im Knochen und eventuell zusätzlich quer liegend, ist das Entfernen aufwendiger. Der behandelnde Arzt muss das Zahnfleisch aufklappen um den Knochen, der den Weisheitszahn umgibt, entfernen zu können. Man spricht von einer Osteotomie. Erst, wenn der Zahn völlig dargestellt ist (frei von Knochen), kann er entfernt werden. Häufig müssen Zähne in mehrere Teile getrennt werden, da sie sonst nicht herausgenommen werden können. Dieser Eingriff kann einige Zeit in Anspruch nehmen und durch die Verletzung des Periosts (=Knochenhaut) sind Schwellung und Schmerz häufig ausgeprägter als bei einer reinen Extraktion (Ziehen eines Zahnes ohne das Entfernen von Knochen). 

Komplikationen der Weisheitszahnoperation

Jeder behandelnde Zahnarzt oder Oralchirurg wird sich vor einer anstehenden Extraktion ausführlich Zeit für eine individuelle auf den Patientenfall abgestimmte Aufklärung nehmen. Meist wird anhand von Röntgenbildern der Operationsablauf erörtert. Des Weiteren werden Alternativen zur Operation ausführlich besprochen.

Während eines operativen Eingriffs im Mund- Kieferbereich kann es immer zu Weichteilkomplikationen kommen. Darunter versteht man vor allem die Quetschung oder das Zerreißen von Haut und Zahnfleisch. Gerade bei der Entfernung von Weisheitszähnen muss oft rabiat an den Mundwinkeln gezogen werden, damit der Arzt einen guten Überblick über sein Operationsgebiet hat. Blaue Flecken und Schwellungen können die Folge sein. Des Weiteren können Nachbarstrukturen verletzt werden. In erster Linie ist hier die Verletzung von Nachbarzähnen zu nennen.

Verbindung zur Kieferhöhle nach einer Extraktion im  Oberkiefer

Das Eröffnen der Kieferhöhle bei der Entfernung von Oberkiefer Seitenzähnen ist eine typische und häufige Komplikation. Man spricht von einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV), wenn nach einer Extraktion die keimbesiedelte Mundhöhle mit der Kieferhöhle verbunden ist. Dies kommt durch die anatomische Nähe von Wurzelspitzen in die Kieferhöhle zustande. Das chirurgische Verschließen dieser Verbindung wird notwendig. Patienten dürfen im Anschluss nicht schnäuzen, tauchen oder fliegen und bekommen in der Regel Antibiotika sowie abschwellende Nasentropfen verschrieben.

Therapie Weisheitszahn Röntgenbild

Enge Assoziation des Weisheitszahns 18 (gelb umrandet) zur Kieferhöhle (blau umrandet)

Schädigung des Nervs bei der Weisheitszahnentfernung im Unterkiefer

Die Nervenverletzung des N. alveolaris inferior und/oder des N. lingualis (Äste des N. trigeminus) ist eine schwere, aber nicht auszuschließende Komplikation bei einer Weisheitszahn OP im Unterkiefer. Sowohl der N. alveolaris inferior als auch der N. lingualis gehen aus dem Nervus mandibularis hervor. Der Nervus mandibularis ist der dritte Ast des fünften Hirnnervs (N. trigeminus). Der N. alveolaris inferior innerviert sensibel die Unterkieferzähne sowie das Kinn und die Unterlippe der jeweiligen Seite. Bei Verletzung des N. alveolaris inferior hat der Patient auch nach dem Abklingen der Anästhesie ein Taubheitsgefühl im Kinn- und Lippenbereich der jeweiligen Seite. Motorische Einschränkungen (Lähmungserscheinungen) sind mit der Verletzung des N. alveolaris inferior nicht verbunden. Es findet somit auch keine Beeinflussung der Mimik statt. Der N. lingualis versorgt sensibel die vorderen beiden Drittel der Zunge. Sensibel bedeutet, dass der Nerv nicht für die Bewegung der Zunge zuständig ist, sondern für das Empfinden von Druck, Temperatur und Schmerz. Bei Verletzung des N. lingualis können Patienten  Druck, Temperatur und Schmerz in den beiden vorderen Dritteln der Zunge nicht mehr spüren. Des Weitern kann der Geschmackssinn beeinträchtig sein (süß, sauer, salzig). In den meisten Fällen ist eine solche Gefühlsstörung nur vorrübergehend. Sehr selten bleibt die Taubheit dauerhaft. Zur Verletzung des Unterkiefernervs kann es auch gelegentlich bei der Leitungsanästhesie (Spritze) im Unterkiefer kommen, die für einen chirurgischen Eingriff notwendig ist.

Therapie Weisheitszahn Röntgenbild

Enge Assoziation des Zahnes kariös zerstörten Zahnes 48 (blau umrandet) zum Nervus alveolaris inferior. Eine dreidimensionale Aufnahme (DVT) gibt wichtige Informationen zur genauen anatomischen Beziehung zwischen Nerv und Zahn.

Weisheitszahnentfernung in Vollnarkose

Viele Patienten haben große Angst vor zahnmedizinischen Eingriffen. Wer sich nicht vorstellen kann mit einer örtlichen Betäubung die Weisheitszähne entfernen zu lassen, kann die Operation in Vollnarkose durchführen lassen. In ITN (Intubationsnarkose) werden meist alle vier 8er auf einmal gezogen. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf diese Behandlungsmöglichkeit an. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen das Entfernen von Weisheitszähnen in Vollnarkose meistens nicht. Bei der Entfernung der Weisheitszähne in Vollnarkose handelt es sich um eine IGeL Leistung. Darunter versteht man Diagnose- und Behandlungskosten, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nur ausreichende, wirtschaftlich angemessene und zweckmäßige ärztliche Leistungen. Aus diesem Grund müssen die Kosten für die Entfernung der Weisheitszähne in Vollnarkose in der Regel vom Patienten getragen werden. Bei den privaten Krankenkassen empfiehlt es sich immer einen Kostenvoranschlag einzureichen, damit die sichere Kostenübernahme garantiert ist.

Verhaltensregeln nach dem Entfernen eines  Weisheitszahnes:

Nach der Weisheitszahnentfernung gilt für alle Raucher absolutes Rauchverbot, um die Wundheilung nicht unnötig zu beeinträchtigen. Der vom Arzt eingebrachte Tupfer dient zur Kompression der Extraktionsalveole. Der Speichelzutritt in das Zahnfach wird verhindert, so dass sich ein stabiles Blutkoagulum ausbilden kann. Um eine dicke Backe zu vermeiden, sollte das Operationsgebiet gut gekühlt werden. Das Eis Pack sollte dazu nicht direkt auf die Haut gelegt werden, sondern in einen Waschlappen gelegt werden. Es ist darauf zu achten die Kühlungsintervalle nicht zu lange zu wählen. Auf Wärme ist zu verzichten. Saunabesuche sind kontraindiziert. Des Weiteren gilt direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. Körperliche Aktivität gilt es ebenso wie Kaffee, Tee, Milch und Alkohol zu vermeiden. Milchprodukte legen einen Eiweißschicht über Wundränder. Die Wundheilung wird somit verzögert. Sehr wichtig ist, dass nach dem Eingriff der Mund für ca. 48 Stunden nicht ausgespült wird, um zu vermeiden, dass Koagulum (=Blutpfropf) aus der Wunde gespült wird. Das Koagulum wirkt wie ein Wundverband auf den nun freiliegenden Knochen und dient zur Abwehr von eindringenden Bakterien. Des Weiteren stellt das Blutkoagulum die Leitstruktur für die Bildung des Knochens innerhalb der nun leeren Alveole (Zahnfach) dar. Durch da Koagulum ist eine suffiziente Infektionsabwehr vorhanden, die dem Patienten postoperativ zu einer schnellen Genesung verhilft.  Zerfällt das Blutkoagulum oder wird aus der dem Zahnfach ausgespült, kommt es zur postoperativen Komplikation der Alveolitis sicca.

Zusammenfassung der Verhaltensregeln nach einem zahnärztlich chirurgischen Eingriff

  • Fahren Sie nach einem operativen Eingriff nicht Auto. Lassen Sie sich abholen, fahren sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi
  • Der nach der Operation eingebrachte Tupfer sollte noch weitere 30 – 40 min unter Druck in der Mundhöhle bleiben. Im Anschluss kann der Tupfer ausgespuckt werden.
  • Spülen Sie an den ersten beiden Tagen die Mundhöhle nicht gurgelnd aus. Das Blutkoagulum kann sonst gestört werden.
  • Putzen Sie nach wie vor die Zähne gründlich. Das Wundgebiet sollte allerdings in den ersten Tagen ausgespart bleiben.
  • Kühlen Sie die Wunde um Schwellungen zu verhindern. Coolpacks sollten nicht direkt auf der Haut liegen, sondern mit einem Waschlappen umhüllt werden. Kühlen Sie nicht länger als 30 Minuten am Stück. Machen Sie im Anschluss ca. 15 min Pause mit der Kühlung.
  • Rauchen Sie auf keinen Fall.
  • Nehmen Sie keinen Alkohol, keinen Kaffee, keinen Tee und keine Milchprodukte zu sich.
  • In den ersten drei Tagen ist jede Art von körperlicher Anstrengung zu vermeiden.
  • Schlafen Sie, wenn möglich, in einer leicht sitzenden Position.
  • Bei Nachblutungen beißen Sie unverzüglich auf eine Tupfer oder ein zusammengerolltes Taschentuch. Sind die Nachblutungen nicht zu stoppen, suchen sie unverzüglich einen Arzt auf.
  • Schmerzmittel der Wahl ist Ibuprofen, falls nicht anders verordnet und keine Kontraindikationen vorliegen. Von Aspirin ist wegen der Hemmung der Blutgerinnung abzusehen.
  • Falls Ihnen Antibiotikum verschrieben wurde, müssen Sie das Medikament genau wie verschrieben einnehmen. Bei Unverträglichkeiten auf das Antibiotikum müssen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt in Verbindung setzen.
  • Halten Sie die Termine zur Nachkontrolle ein. Falls die Wunde genäht wurde, erfolgt die Nahtentfernung nach ca. 1 Woche.

Schwellung und Schmerzen sind nach jedem operativen Eingriff normal. Die Schwellung erreicht am 3. Tag ihren Höhepunkt. Das ist normal und kein Grund zur Besorgnis. Blaue Flecken, leichte Ohrenschmerzen und eingeschränkte Mundöffnung sind ebenfalls kein Grund zur Sorge.

Ob die Einnahme von Antibiotikum notwendig wird, wird der Arzt in jedem speziellen Fall neu bewerten.

Arnica Globuli bei Operation Mund / Kiefer

Arnica Globuli gelten in der Homöopathie als wichtiges Mittel gegen Schwellung bei chirurgischen Eingriffen. Es unterstützt die Wundheilung, wirkt abschwellend und fördert die Bildung des Blutkoagulums. Es ist dabei ratsam, Arnica schon einen Tag vor der Operation einzunehmen. Fragen Sie hierzu ihren Homöopathen oder Apotheker (siehe Homöopathie zur Wundheilung). Chirurgische Eingriffe sind nicht nur Zahnextraktionen. Auch Wurzelspitzenresektionen fallen in den Bereich von „Zahn – Operationen“. Aber auch die Explantation, sprich wenn ein bereits gesetztes Implantat wieder entfernt werden muss, fällt in das Gebiet eines operativen Eingriffs im Kiefer.

Mit der folgenden Dosierung haben wir besonders gute Erfahrungen gemacht. Sie müssen die Dosierung aber mit Ihrem behandelnden Homöopathen besprechen:

1 Tag vor OP:   Arnica C305 kgleinmalig
Am Tag der OP (30 Min. davor)Arnica C305 kgleinmalig
6 Tage lang nach der OPArnica C61 kgl3x täglich (morgens, mittags, abends)

Schmerzen NACH Weisheitszahnentfernung 

Schmerzen nach einer Zahnentfernung sind nichts Außergewöhnliches. Sollte der Zahn noch vollständig im Knochen liegen und nicht in die Mundhöhle durchgebrochen sein, muss der Zahn aus diesem heraus gefräst werden (Osteotomie). Patienten empfinden die Vibration des Knochenbohrers oft trotz Anästhesie als sehr unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Die Wundheilung wird nach einer Osteotomie in der Regel länger dauern als nach einer normalen Extraktion mit der Zange.

Schmerzen nach dem Entfernen von Weisheitszähnen sind im Oberkiefer  seltener als im Unterkiefer. Die bessere Durchblutung des Oberkieferknochens im Vergleich zum Unterkieferknochen ist eine Erklärung für dieses Phänomen. Das Entfernen von Fäden und die abschließende  Wundkontrolle finden in der Regel eine Woche  postoperativ statt. Es ist wichtig, dass Sie sich an die von Ihrem Arzt empfohlenen Verhaltensregeln halten (siehe oben).

Bei einer plötzlich auftretenden Blutung, die nicht durch den Aufbiss auf einen Tupfer oder ein Taschentuch gestillt werden kann, sollten Sie unverzüglich den zahnmedizinischen Notdienst aufsuchen. Das gleich gilt bei dem Auftreten von Fieber, Schüttelfrost und Schluckbeschwerden.

Eine sehr schmerzhafte Komplikation nach der Weisheitszahnentfernung, klassischerweise 3-4 Tage nach Operation auftretend, stellt die Alveolitis sicca dar. 

Komplikationen nach Weisheitszahnentfernung – Alveolitis sicca

Der Grund für die Schmerzen bei einer Alveolitis sicca ist der Zerfall des Blutkoagulums, welches die Leitstruktur für den neu wachsenden Knochen darstellt und den Knochen vor eindringenden Bakterien schützt. Das Blutkoagulum kann durch eingewanderte Bakterien zerfallen, aber auch übertriebenes Spülen der Mundhöhle durch den Patienten kann das Koagulum (Blutpfropf) aus der Alveole katapultieren. Ein erhöhtes Risiko für eine Alveolitis sicca haben Raucher oder Patienten mit Immunsuppression. Frauen scheinen statistisch öfter betroffen zu sein als Männer.

Für den Zahnarzt stellt sich die Extraktionswunde (Loch im Knochen nach Entfernung des Zahns) entweder leer dar, sprich, die Knochenwände sind zu sehen, oder der Hohlraum ist mit einer graugrünen Zerfallsmasse des Koagulums ausgefüllt. Klassisch ist der Foetor ex ore. Das bedeutet, dass die Patienten extrem aus dem Mund riechen.

Der Zahnarzt wird als erstes unter Lokalanästhesie das Wundgebiet reinigen und die Blutung wieder anregen. Als Drainage wird meist ein mit Medikamenten bestrichener Streifen eingelegt. Diese Tamponade wird anfangs täglich gewechselt, kann aber später auch ein paar Tage in situ bleiben und dient zur Stabilisierung des Blutkoagulums, zum Schutz des freiliegenden Knochens und dem Abfluss von Sekret.

Antibiotika im Rahmen der Entfernung von Weisheitszähnen

Von einem Antibiotikum kann in den meisten Fällen abgesehen werden. Zur Endokarditisprophylaxe ist ein Antibiotikum unerlässlich. Auch bei Risikopatienten, z.B. bei einer Immunsuppression, muss die Gabe von Antibiotika mit dem behandelnden Hausarzt erörtert werden. Wird ein Weisheitszahn in einem hoch akut entzündlichen Zustand entfernt, wird sich der Zahnarzt möglicherweise auch für die Gabe eines Antibiotikums entscheiden.

Mundspülung vor und nach Operationen

Prophylaktisch sollte jeder Patient vor einem operativen Eingriff mit 0,2% Chlorhexidin Mundspüllösung für 30 Sekunden gurgeln. Diese Mundspüllösung reduziert die bakterielle Flora in der Mundhöhle. Es kann von einer besseren postoperativen Wundheilung ausgegangen werden. Das Risiko der Entstehung einer Alveolitis sicca lässt sich durch das Spülen der Mundhöhle mit Chlorhexidin reduzieren.




25 Responses to “Therapie bei Schmerzen am Weisheitszahn”

  1. Hallo.
    Ich habe jetzt schon vor 9 Tagen meine Weisheitszähne gezogen bekommen (operativ). Die Schmerzen auf der linken Seite(Unterkiefer) wollen einfach nicht weggehen. Ich bekomme dazu immer ein stechenden Schmerz im Ohr und halte es nur mit Schmermittel aus. Mit der rechten Seite habe ich keine Probleme, doch bekomm ich immer einen schlechten Geschmack im Mund. Warum kann das sein? Was kann ich tun?

    • Dr. Anja Schabel:

      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Leider ist es möglich, dass auch 9 Tage nach einer Weisheitszahnentfernung starke Zahnschmerzen auftreten. Ohne klinische Untersuchung ist es schwer eine Verdachtsdiagnose auszusprechen. Im Unterkiefer treten die Komplikationen häufiger als im Oberkiefer auf. Patienten berichten häufig, dass Sie nicht nur an Zahnschmerzen leiden, sondern auch ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Ohren haben oder unter starken Kopfschmerzen leiden.
      Sie sollten sich bei einem Zahnarzt vorstellen. Es könnte sein, dass das Blutkoagulum in der Extratkionsalveole zerfallen ist. Somit ist die Wundheilung gestört und das tut weh. Im Fachjargon spricht man von einer Alveolitits sicca, die häufig mit foetor ex ore, dem schlechten Geschmack in der Mundhöhle, und höllischen Zahnschmerzen verbunden ist.
      In diesem Beitrag http://www.zahnschmerzen.net/ursachen/weisheitszahn/ können Sie sich weiterführend zu diesem Thema informieren.
      Das Schmerzmittel der Wahl ist Ibuprofen, soweit aus medizinischen Gründen nichts gegen die Einnahme dieses Schmerzmittels spricht.
      Wir wünschen Ihnen gute Besserung.

  2. Hallo,
    Ich habe nun seit ca. 2 Tagen dort Schmerzen, wo mein linker unterer Weisheitszahn rauskommt. Es schmerzt beim Essen, also wenn ich auf der linken Seite kaue und der Kiefer schmerz wenn ich den Mund aufmache. War vor etwa 2 Monaten beim Zahnarzt und der meinte, dass alle vier Weisheitszähne prima Platz hätten.
    Daher meine Frage nun: Ist es normal, dass der Zahn beim Durchbruch so weh tut und wie lange dauert das normalerweise ungefähr? Vielen Dank schon mal.

    Tini

    • Hallo Tini,
      auch, wenn die Weisheitszähne Platz im Kiefer haben, kann es während des Zahndurchbruchs zu Zahnschmerzen kommen. Der Hintergrund der Kieferschmerzen ist, dass Zähne, die in die Mundhöhle durchbrechen, oft noch teilweise mit Zahnfleisch bedeckt sind. In dieser Schmutznische können sich Bakterien sammeln und eine Entzündung auslösen, die weh tut. Zu Hause können Sie mit einer optimalen Mundhygiene und der zusätzlichen Anwendung von Mundspüllösungen gegen die Entzündung arbeiten. Der Goldstandard der Mundspüllösung ist in diesem Fall CHX. Wichitg zu wissen ist, dass Chlorhexamed Mundspüllösungen nur kurzfristig, also nicht zum ständigen täglichen Gebrauch verwendet werden sollen. Sollte keine Besserung eintreten, empfehle ich Ihnen einen Zahnarzt aufzusuchen. Dieser kann mit einer stumpfen Kanüle tiefer unter dem Zahnfleisch reinigen und somit eine Erleichterung des Druckempfindens herbeiführen.
      Gute Besserung

  3. Sehr geehrte Frau Dr. Schnabel,
    Sie schreiben in Ihrem Artikel, dass die gesetzlichen Krankenkassen meist die OP in Vollnarkose nicht übernehmen und es sich um eine Individuelle Gesundheitsleistung („Igel“) handelt. Das ist so mißverständlich.
    Bei der OP in Vollnarkose wird die Operation als solche in der Regel von der Krankenkasse anstandslos bezahlt, da sie im Normalfall medizinisch notwendig ist. Nur die Kosten der Vollnarkose sind vom Patient selbst zu tragen. Abgerechnet werden dürften in der Regel die GOÄ-Ziffern 3, 4, 7, 462 und Sachkosten. Insgesamt ist – je nach OP-Dauer – mit Kosten von ca. 200-250 Euro zu rechnen.
    In seltenen Ausnahmen (z. B. Kinder, Behinderung) bezahlt die Krankenkasse auch die Vollnarkose. Dies sollte vor dem Eingriff individuell mit der Kasse besprochen werden.

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Reining,
      vielen Dank, dass Sie uns auf diese leicht missverständliche Formulierung aufmerksam gemacht haben.

  4. Guten Tag, Frau Dr.Schabel! Vor 2 Wochen wurde bei starken Schmerzen eine Wurzelspitzenentzündung diagnostiziert. Ich habe 1 Woche lang Clinda Saar genommen. Ein erneutes Röntgenbild zeigte, dass die Entzündung nicht geheilt war und der Weisheitszahn unter der Haut gegen die Wurzelspitze drückte. Vor 4 Tagen hat der Kieferchirurg den Backenzahn, der ein Brückenglied war und den dahinterliegenden Weisheitszahn entfernt. Der Entzündung wegen konnte die Wunde nicht fest vernäht werden und es ist ein tiefes Loch zwischen den Nähten sichtbar. Ich bin anscheinend nicht gut informiert worden und Zahnarzt und Chirurg sind nun im Urlaub. Meine Frage: Wie versorge ich diese Wunde nun optimal und wie verhalte ich mich am besten? Ich nehme jetzt Unacid als Antibiose und Ibuprofen und Novalgin im Wechsel,- es tut noch sehr weh. Ich muss übermorgen wieder zur Arbeit. Ich danke sehr für Ihre freundliche Antwort!

    • Dr. Anja Schabel:

      Liebe Gisela,
      da haben Sie ja einen großen Eingriff hinter sich gebracht. Es ist normal, dass nach dem Entfernen von zwei Backenzähnen „Löcher“ im Kiefer bleiben. Diese Extraktionsalveolen wachsen im Laufe der Zeit wieder zu. Bis die Wunden komplett verheilt sind, sich der Knochen also wieder völlig regeneriert hat, dauert es in der Regel einige Monate.
      Patienten sind häufig erschrocken, wenn die dicke Backe in den darauffolgenden Tagen noch weiter anschwillt. Bis zum 3. Tag klagen Patienten häufig über eine progrediente post-operative Schwellung. Starke Zahnschmerzen sind in diesem Zusammenhang leider häufig keine Seltenheit. Direkt nach der Operation ist es wichtig die Wunde gut zu komprimieren z. B. durch das Aufbeißen auf einen Tuper. Die Extraktionswunden müssen mit Blut gefüllt sein, sonst kann sich der Knochen nicht neu bilden. Zusätzlich sollte die betroffene Region gekühlt werden. Der direkt Sonnenkontakt sowie sportliche Aktivitäten gilt es zu vermeiden. Raucher sollten dringend auf Zigaretten verzichten. Durch Tabakkonsum wird die Wundheilung massiv gestört. Es empfiehlt sich leicht aufrecht zu schlafen.
      Die betroffene Region sollte mit einer weichen Zahnbürste sehr vorsichtig gereinigt werden. Bei anhaltenden starken Zahnschmerzen empfehle ich Ihnen einen Kollegen aufzusuchen.
      Wir wünschen Ihnen gute Besserung

  5. Hallo,
    Mein Sohn hat am Dienstag, also heute ist Tag 4 seine 4 Weisheitszähne rausbekommten. Es verlief alles super! Heute morgen wacht er auf mit Fieber und körperlicher Schwäche schwitz stark! 39.4 grad? Was soll ich tun.

    • Dr. Anja Schabel:

      Liebe Eltern
      bei Fieber nach einer Weisheitszahnoperation gilt es rasch einen Arzt aufzuschen. Falls noch nicht verschrieben, gilt es ein Antiobitkum einzunehmen! Es ist wichtig, dass Ihr Sohn engmaschig zahnärztlich kontrolliert wird.

  6. Hallo. Am 04.06. wurde mir ein weissheitszahn links unten aus dem kiefer herausoperiert. Die op verlief sehr gut. Habe etwa 1,5 wochen lang schmerzmittel nehmen müssen. Danach hatte ich keine schmerzen mehr und konnte wieder fast alles essen. Bei kalten getränken musste ich noch etwas aufpassen.Vor drei wochen jedoch fingen die schmerzen wieder an, ich konnte nichts süsses und kaltes mehr essen und auch auf dieser seite nicht mehr kauen ohne schmerzen zu bekommen. Es zieht manchmal bis zum ohr hoch und morkelt ständig rum manchmal kann ich nicht mal genau sagen ob oben oder unten. Wenn ich schmerzmittel nehme helfen die sehr gut und der schmerz ist etwa für 6 stunden verschwunden. Nun ist ja dort am letzten backenzahn noch ein grosses loch wo der weissheitszahn drin war. Mein zahnarzt meinte der nerv des backenzahns liegt nun etwas frei weil ja vorher der wz dort dran lag.dadurch kommt es immer wieder zu schmerzen weil das zahnfleisch dort erst wieder ran wachsen muss. Das könnte bis zum jahr dauern.nun meine frage ist das normal? Ich möchte nicht so lange solche schmerzen haben und nicht richtig essen können.vor allem war ich die schmerzen ja schon für zwei wochen los. Die op ist jetzt fast sieben wochen her. Bitte helft mir.

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Katrin,
      im Rahmen der Gewebeheilung nach oralchirurgischen Eingriffen kann es immer wieder zu Wundschmerzen kommen. Die Beschreibung über Ihren Krankheitsverlauf ist ausführlich, allerdings kann ohne Röntgenbild und ohne klinische Untersuchung die Ursache für den Zahnschmerz unmöglich beurteilt werden. Es ist kann immer vorkommen, dass eine Extraktionswunde schmerzt. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass Sie sich Nahrungsreste in die Extraktionswunde eingebissen haben und diese die Zahnschmerzen auslösen. Die Verletzung der Nachbarzähne ist eine weitere Komplikation im Rahmen der Entfernung von Weisheitszähnen. Eventuell ist es sinnvoll ein erneutes Röntgenbild anzufertigen. Nicht auszuschliessen ist, dass ein Zahn im Oberkiefer die Zahnschmerzen auslöst.
      Sie sollten keinesfalls ohne ärztliche Begleitung Schmerztabletten nehmen. Durch ausführliche Untersuchungen, sowohl klinisch als auch radiologisch, muss dem Zahnschmerz nachgegangen werden.

  7. Ich habe vor etwa 7 Jahren alle 4 Weisheitszähne entfernt bekommen, da mein Kiefer zu klein war. Die OP verlief ohne Komplikationen und auch danach ist alles schnell abgeheilt. Allerdings habe ich immer noch Beschwerden dort, wo die Weisheitszähne saßen. Etwa einmal im Monat entsteht an einer der vier Stellen eine kleine Schwellung, die auch gerötet ist und es fühlt sich an, als ob sich ein Zahn durchschieben will. Manchmal ist die Stelle auch leicht offen und man sieht es weiß durchschimmern. Nach ein paar Tagen hören die Schmerzen wieder auf und alles ist normal. Genau so war es auch damals, bevor die Zähne entfernt wurden. Sind das Phantomschmerzen oder was passiert da? die können ja nicht bei allen vier Stellen vergessen haben die Wurzel mit rauszuholen, zumal der Knochen ja bei dem Eingriff entfernt werden musste.

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Katharina,
      ein aktuelles Röntgenbild sollte in jedem Fall angefertigt werden. Haben Sie einen Zahnarzt oder Oralchirurgen, der die intraorale Situtation kennt, sobald Schwellung Rötung auftreten?

  8. Hallo :(
    Seit zwei Tagen tut mein linker unterer Weisheitszahn weh,die Schmerze n sind durchgaengig und hoeren nicht auf.Ich weiss nicht mehr weiter.Ist das normal,dass es wehtut beim Durchbruch oder nicht?und wann hoeren diese Schmerzen endluch auf?:(( bitte um Antwort:( Ganz liebe Gruesse

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Linda,
      wenn Weisheitszähne im Durchbruch gehindert sind, beispielsweise, weil sie keinen Platz haben, kann der Zahndurchbruch weh tun. In diesem Beitrag http://www.zahnschmerzen.net/ursachen/weisheitszahn/ können Sie sich über mögliche Ursaschen von Schmerzen am Weisheitszahn informieren.
      Eine häufige Ursache für Schmerzen am Weisheitszahn ist der gestörte Zahndurchbruch. Dies bedeutet, dass der Zahn nur halb in der Mundhöhle ist und noch partiell von Schleimhaut bedeckt ist. Unter dieser Schleimhaut können sich Nahrungsreste und Bakterien sammeln und eine Entzündung (Perikoronitis) auslösen. Die Perikoronitis ist sehr schmerzhaft und häufig ist zusätzliche zum Zahnschmerz eine Schwellung zu beobachten. Betroffene sollten die schmerzende Stelle kühlen. Des Weiteren sollten Raucher auf Zigaretten verzichten. Ich empfehle Ihnen den direkten Sonnenkontakt zu meiden. Besonders wichtig ist es trotz der Schmerzen am Weisheitszahn die Zähne gründliche zu putzen. Zusätzlich sollten Sie versuchen die betroffene Stelle lokal zu desinfizieren. Eine Mundspüllösung kann hierzu verwendet werden. Als Schmerzmittel der Wahl ist Ibuprofen zu nennen, soweit keine medizinischen Kontraindikationen bekannt sind. Auf Aspirin sollten Sie unbedingt verzichten. Ich empfehle Ihnen so schnell wie möglich einen Zahnarzt aufzusuchen. Anhand der klinischen Untersuchung und mit Hilfe eines Röntgenbildes kann entschieden werden, ob der Zahn genügend Platz in Ihrem Kiefer hat.
      Gute Besserung

  9. Hallo habe eine frage habe seit zwei Wochen starke schmerzen war vor zwei wochen beim zahnarzt Sie meinte das der weissheitszahn bald raus muss aber das der wohl keine Schwierigkeiten macht also desewegen keine starke schmerzen haben kann heute war ich bei+ anderen Arzt der sagte mir der ganze bereich is alles entzündet und der weissheitszahn muss raus sobald die entzündung etwas zurück gegang3n ist hat mich aber nicht krankgeschrieben habe mir jeden tag bis jetzt 5-6 ibuu 800 reingepfiffen weil ich es auf arbeit nicht anderst aushalte und so
    Habe am 24 Termin in der klinik deswegen was soll ich bis dahin machen ??

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sebastian,
      vielen Dank für Ihre kurze Beschreibung. Leider kann ich aus Ihren Erläuterungen nicht entnehmen, was bei Ihrem letzten Zahnarztbesuch gemacht worden ist?

  10. Hallo!
    Mir wurden am Montag unter Vollnarkose alle 4 Weisheitszähne entfernt, hatte oben links eine Wurzelspitzenresektion und meine Kieferhöhle wurde gefenstert aufgrund einer schwereb Entzündung mit Choanalpolyp. Heute ist Sonntag und ich habe immernoch sehr starke Halsschmerzen. Die Schluckbeschwerden sind sehr schmerzhaft! Selbst bei stillem Wasser fühlt es sich an als würde es sich in meinen Hals schneiden. Den Schmerz kann ich auch klar definieren, er „sitzt“ links am hinteren Rachenraum. Ich weiß, dass Halsschmerzen oft vom Tubus kommen aber ich dachte nie dass es so schlimm sein könnte und solange andauert! Ich weiß nicht wie ich die Schmerzen lindern kann!

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Alina,
      das hört sich nach einem starken operativen Eingriff an. Ich gehe davon aus, dass Sie ein Antibiotikum einnehmen und gegen die Schmerzen Schmerzmittel verschrieben bekommen haben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die post-operativen Beschwerden am 3. Tag am stärksten sind. Es ist wichtig, dass Sie die betroffenen schmerzenden Stellen kühlen. Meiden Sie unbedingt die Sonne. Keine körperliche Anstrengung. Sollten Sie Fieber, Schüttelfrost oder stärkere Schluckbeschwerden bekommen, müssen Sie den Notdienst aufsuchen.

  11. Finja Thormählen:

    Hallo, ich hoffe man kann mir hier helfen..am 16.05 hat sich mein Weisheitszahn links unten entzündet. Er war noch nicht ganz draußen. Habe das antibiotkum zu ende genommen und schmerztabletten bekommen, da es für mich nicht auszuhalten war. Alle anderen Weisheitszähne haben sich bei mir auch entzündet, wurden auch alle entfernt. Jedes mal starke schmerzen aber nach 2-3 tagen war alles gut.jetzt wurde mir Dienstag am 27.05 der besagte Weisheitszahn links unten gezogen. Dies ging recht schnell aber er musste ein wenig gewebe entfernen und leider ist die wurzel gebrochen. Diese reste hat er danach noch entfernt. Es war gott sei dank nur ein recht großes Stück. Dann hat er noch die die wunde über dem loch des gezogenen zahnes genäht und gut war es. Danach ging es mir als angstpatientin ziemlich schlecht. Die schmerzen waren nach 2-3 stunden aber auszuhalten. Mein zahnarzt meinte ich solle am ersten tag nicht rauchen, am zweiten sei es ok aber bitte nicht zu viel. Gesagt getan. Am nächsten tag ging es mir ziemlich schlecht.  Ich bin wieder zu meinem zahnarzt und der hat mir irgend so eine Bestrahlung die bakterien abtöten soll  oder so direkt in die wunde gemacht. Danach noch medikamente rein und so ein streifen rein und meinte ich solle weiterhin arnika, traumeel und meine sc h nerztabletten (ibu800) nehmen. Den tag danach ging es mir besser. Seit freitag den 30.05 wurde es wieder schlechter. Ich habe starke Schmerzen und ein pochen. Der Schmerz sitzt sowohl im ober und unterkiefer als auch im gelenk. Geschwollen ist es fast gar nicht. Die schmerzen sind so stark das ich weinen muss vor Schmerzen. Er zieht bis in mein linkes ihr und knapp unters auge. Auch direkt unter dem Zahn eenn man von außen dort leicht gegetippt tut es wahnsinnig weh. Aufmachen kann ich den kiefer nicht ganz und es drückt wahnsinnig auf der linken seite. Ich hatte an dem zweiten zahn vor dem weisheitszahn vor 3 jahren ne wurzelbehandlung. Dieser hat vor einiger zeit angefangen leicht bis stärker weh zu tun. Ich glaube das er nun auch wieder wehtut, kann es aber nicht genau sagen da ich den Schmerz nicht 100% orten kann. Meine fragen nun: sind diese Schmerzen normal? Ich nehme bis zu 4!! Ibu800 am tag damit ich es AUSHALTE!! kann der zahn mit der wurzelbehandlung mitschuld haben? Was kann ich tun damit es besser wird. Ich möchte erstmal kein antibiotikum mehr nehmen da ich dieses jahr schon häufiger welches nehmen musste aufgrund von Entzündungen (aber nicht wegen Zähnen sondern blasenentzündung o.ä.) 

    ich würde mich sehr über eine schnelle antwort freuen, da ich es echt kaum aushalte… :(

    Vielen dank und mit freundlichen grüßen

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Frau Thormählen,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Bitte stellen Sie sich bei einem Zahnarzt vor. Ihre Schmerzmedikation von bis zu 4 mal 800mg Ibuprofen ist sehr hoch. Die maximale Tagesdosis für Ibuprofen liegt je nach Literatur- und Herstellerangabe bei 2400 mg bis 3600 mg.
      Meine Empfehlung lautet weiter, auf den Genuss von Nikotin zu verzichten. Nikotin hemmt nachweislich die Wundheilung. Kurzfristig könnten Sie versuchen das betroffene Gebiet zu kühlen.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

  12. Ich habe am 24.2. Zahn gezogen bekommen. 23.3. War die wunde ausgekratzt und genäht, weil ich nach Chemotherapie wundheilungstorung bekam. 7.4. Fäden gezogen,ganze zeit schmerzen trotz viele antibiotika, und Schmerzmittel, leide ich immer noch. Ärztliche Diagnose alveolitis sicca. Ich bin mit nerven am boden. Wie lang muss ich die schmerzen aushalten?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Herr Lungrin,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Mit großem Interesse habe ich Ihren Kommentar gelesen und bin über das Wort „Chemotherapie“ gestolpert. Da keine weiteren Information zu möglichen Grunderkrankungen vorliegen, bitte ich Sie regelmäßig Kontrolluntersuchungen bei Ihrem behandelnden Arzt wahrzunehmen.
      Gute Besserung,
      Anja Carina Schabel

  13. Ich habe am 24.2. Zahn gezogen bekommen. 23.3. War die wunde ausgekratzt und genäht, weil ich nach Chemotherapie wundheilungstorung bekam. 7.4. Fäden gezogen,ganze zeit schmerzen trotz viele antibiotika, und Schmerzmittel, leide ich immer noch. Ärztliche Diagnose alveolitis sicca. Ich bin mit nerven am boden. Wie muss ich die schmerzen aushalten.

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