Zahnschmerzen nach Wurzelbehandlung

Wurzelbehandlung 

Zahnschmerzen nach Wurzelbehandlung

Sowohl ein abgestorbener Zahnnerv als auch ein entzündeter Nerv können Zahnschmerzen verursachen. Schmerzen können auch nach Wurzelkanalbehandlungen auftreten.

Wenn die Wurzelkanalbehandlung nötig wird

Eine Wurzelkanalbehandlung (von Patienten oft Wurzelbehandlung genannt) ist notwendig, wenn sich die Zahnpulpa (=Zahnmark) entzündet hat oder bereits abgestorben ist. Gut vaskualisiertes (durchblutetes) und innerviertes (mit Nerven versorgtes) Bindegewebe sind die Bestandteile der Pulpa. Die Reinigung des Wurzelkanalsystems mit anschließender Wurzelfüllung wird im Fachjargon endodontische Behandlung genannt.

Ist der Zahnnerv entzündet, spricht man von einer Pulpitis, eine häufige Ursache für Zahnschmerzen. Das Leitsymptom ist die Kälteempfindlichkeit. Entspricht die Schmerzdauer der Reizdauer ist von einem reversiblen Geschehen auszugehen. Überdauert die Kälte- und sogar Wärmeempfindlichkeit den auslösenden Reiz, lautet die Verdachtsdiagnose eventuell irreversible Pulpitis. In solchen Fällen wird Wärme häufig zusätzlich als schmerzauslösend, hingegen Kälte als schmerzlindernd, wahrgenommen. Aber auch ein bereits abgestorbener oder teilweise abgestorbener Zahn kann schmerzen. Bakterien aus dem infizierten Wurzelkanalsystem unterhalten eine Entzündung an der Wurzelspitze im Kieferknochen. Hier berichten die Patienten meist von einer deutlich erhöhten Aufbiss- und Perkussionsempfindlichkeit. Oft wird der Schmerz als dumpf und pulssynchron pochend beschrieben. Temperaturempfindlichkeiten weisen abgestorbene Zähne meist nicht mehr auf. Klopft der Zahnarzt jedoch auf den betroffenen Zahn springen die Patienten förmlich „an die Decke“. Bei einem eher diffusen noch nicht so ausgeprägten Schmerz ist es oft nicht einfach den schuldigen Zahn zu finden. Es besteht immer die Möglichkeit, dass Nachbarstrukturen wie beispielsweise die Kieferhöhle Zahnschmerzen verursachen. Beispielsweise kann eine Kieferhöhlenentzündung Zahnschmerzen im Oberkiefer Seitenzahnbereich verursachen. 

Patienten sind durch akute Erkrankungen des Wurzelkanalsystems sehr beeinträchtigt. Schmerztabletten sind in der Regel notwendig, auch, wenn sie nur vorübergehend wirken. Der Zahnarzt, eventuell sogar der Notdienst, muss so schnell wie möglich aufgesucht werden. 

Wichtig zu wissen: ein Nerv kann auch absterben ohne, dass der betroffene Patient etwas davon merkt. Auf Röntgenbildern, meist dann als Zufallsbefund, kann der Zahnarzt nun die Diagnose Pulpanekrose (abgestorbener Zahnnerv) anhand von Osteolyseprozessen an der Wurzelspitze (Wurzelspitzenentzündung) stellen und die unbedingt notwendige Wurzelkanalbehandlung einleiten. 

Warum tut es weh?

Entzündetes Gewebe möchte sich generell ausbreiten. Dies kann es aber im Wurzelkanal nicht, da es von der Zahnhartsubstanz umgeben ist. Somit sucht sich die Entzündung den Weg über das Foramen apicale in den Knochen. Das Foramen apicale ist die Verbindung zwischen Zahn und Knochen in dem Nerven und Blutgefäße in den Knochen einströmen. Erreicht die Entzündung den Kieferknochen spricht man von einer Wurzelspitzenentzündung. Aus dem Zahnschmerz wird ein Kieferschmerz. Dies sieht auf einem Röntgenbild aus, als hätte ein Zahn einen „Heiligenschein“ (siehe Röntgenbild unten).

In der Regel kommt es zu einer Wurzelkanalbehandlung, wenn Bakterien den Nerv erreichen und infizieren. Karies ist die häufigste Ursache. Aber auch freiliegende Dentinkanälchen, z.B. bei freiliegenden Zahnhälsen, können theoretisch zu einer bakteriellen Infektion der Pulpa führen. Ein Zahntrauma kann ebenfalls eine Wurzelkanalbehandlung nach sich ziehen. Häufig sind hiervon Kinder und Jugendliche betroffen, die einen Schlag auf einen Ihrer Zähne bekommen. So können Bakterien möglicherweise bis in das Pulpenkavum eindringen und eine Pulptitis auslösen. Bei einem zu großen Stoß kann der Zahn aber auch sehr weit aus seiner natürlichen Achse ausgelenkt werden. Die Fasern an der Wurzelspitze reißen und der Zahn stirbt ab. Das zeitnahe Einleiten einer Wurzelkanalbehandlung ist maßgeblich für die Langzeitprognose eines solchen Zahnes. Das Beschleifen der Zähne ohne Wasserkühlung beim Zahnarzt kann ebenfalls zum Absterben des Zahnnervs führen. Zähne sind sehr sensibel gegen Temperaturerhöhung. Man spricht von einem Präparationstrauma, wenn ein Zahn nach dem Beschleifen schmerzhaft reagiert.

Gibt es Alternativen zur Wurzelkanalbehandlung?

Leider nein. Die Wurzelkanalbehandlung (endodontische Behandlung) stellte die einzige Möglichkeit dar, einen Zahn, dessen Nerv irreversibel entzündet oder bereits abgestorben ist, zu retten. Aber auch, wenn die  Karies bis zum Zahnnerv reicht, kann eine adäquat durchgeführt Wurzelkanalbehandlung zur Rettung des Zahnes führen. Die Wurzelkanalbehandlung ist daher eher Segen als Fluch. Die einzige Alternative zur Wurzelbehandlung stellt die Extraktion (Entfernen des Zahns) dar. Dies bedeutet, dass der Zahn gezogen werden muss und die Lücke mit einer Brücke, einem Implantat oder einer Prothese geschlossen wird.

Es muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass Hausmittel und Homöopathie in diesem Fall nicht die Ursache beseitigen können. Sie sind aber zur Wundheilung, Ausleitung und Schmerzlinderung nach dem Eingriff dienlich. Das absterbende oder schon abgestorbene Gewebematerial muss aus dem Wurzelkanal entfernt werden, sonst ist keine Heilung möglich.

Schmerzen durch einen entzündeten Nerv

Hat sich der Nerv eines Zahns durch eine genügend starke Irritation (z.B. tiefe Karies) entzündet, spricht man von einer Pulpitis. Ein hoher Schmerz geht mit dieser Erkrankung einher. Der Zahnarzt muss prüfen, ob die Pulpitis reversibel oder irreversibel ist, sprich, ob diese wieder weggehen wird oder nicht. Zähne, die eine Pulpitis aufweisen, sind im Vitalitätstest positiv, das bedeutet, die Zähne reagieren auf Kälte.

Eine Pulpitis kann mehrere Ursachen haben:

  • Infektiöse Pulpitis: dies ist die Häufigste Ursache. Hier ist die Entzündung des Nervs mit der Invasion von Bakterien (z.B. Karies) assoziiert
  • Traumatische Pulpitis: durch Dentinsprünge, die z. B. bei einem Schlag auf einen Zahn entstehen können, kann eine Pulpitis ausgelöst werden
  • Iatrogene Pulpitis: durch die zahnärztliche Tätigkeit an vitalen Zähnen können Irritationen an der Pulpa ausgelöst werden. Zu nennen ist hier vor allem das Übertrocknen eines Zahnes oder das Erhitzen eines Zahnes, was bei Bohren ohne Wasserkühlung vorkommen kann. Hieraus können Entzündungsreaktionen in der Pulpa resultieren, die aber meist reversibel sind.

Stellt Ihr Zahnarzt die Diagnose, dass es sich um ein reversibles Geschehen handelt, er also davon ausgeht, dass sich der Nerv wieder erholen wird, ist meistens Geduld angesagt. Durch gewisse Lacke und Fluide versucht man den Zahn zu beruhigen. In diesen Fällen ist die Schmerzdauer mit der Reizdauer identisch. Wenn der Zahnarzt mit einem Kalten Wattekügelchen an den Zahn geht, schmerzt es, aber es hört auch sofort wieder auf, wenn das Wattekügelchen den Zahn nicht mehr berührt.

Bei einer irreversiblen Pulpitis muss die Wurzelkanalbehandlung eingeleitet werden. Klassischerweise reagieren Patienten bei einer irreversiblen Pulpitis extrem auf einen warmen Reiz. Typische Zeichen: Die Patienten trinken Kaltes gegen den Schmerz. Nicht selten kommen Patienten, die an einer irreversiblen Pulpitis erkrankt sind mit einer kalten Wasserflasche zum Zahnarzt oder Notdienst, weil die Kälte den Schmerz lindert. Generell gilt für Diagnostik einer irreversiblen Pulpitis, dass im Gegensatz zur reversiblen Pulpitis der Schmerz den Reiz überdauert. Die Schmerzdauer übersteigt die Reizdauer. Die Wurzelkanalbehandlung muss umgehend eingeleitet werden. Meist tritt schon nach der ersten Behandlung eine deutliche Schmerzlinderung ein.

Zahnschmerzen durch einen toten Zahn

Wenn der Zahnnerv abgestorben ist, spricht man von einer Pulpanekrose. Zellen in der Pulpa sind teilweise oder vollkommen abgestorben. Dieser Prozess kann völlig schmerzfrei vor sich gehen und der Zahnarzt sieht per Zufall bei einer Röntgenkontrolle die Wurzelspitzenentzündung. Es kann aber jederzeit zu einer Schwellung und zu Schmerzen kommen. Die Entzündung „schläft“  momentan, sie ist chronisch. Jederzeit kann eine Wurzelspitzenentzündung vom chronischen Zustand (schlafenden Zustand) in den chronisch akuten Zustand (aktiver Zustand) übergehen und Beschwerden verursachen.

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Der schmerzhafte Pulpentod ist meist mit Bakterien assoziiert. Das Gewebe verflüssigt sich. Der Zahnarzt muss den Zahn eröffnen (trepanieren), um das abgestorbene Gewebe im Kanallumen entfernen zu können. Es gibt keine andere Therapie als die Säuberung des Wurzelkanalsystems von allen Geweberesten mit der anschließenden Desinfektion des Wurzelkanals mit unterschiedlichen Spüllösungen, da die Immunabwehr des Körpers das Wurzelkanallumen nicht erreichen kann. Mehr Informationen finden Sie hier unter Therapie – Wurzelkanalbehandlung. Häufig riechen diese Zähne sehr unangenehm. Selbst als Patient steigt einem der sehr unangenehme Geruch des Zahns in die Nase, sobald der Zahnarzt mit der Behandlung des Wurzelkanals begonnen hat. Dass das Kanallumen gereinigt werden muss, ist jedem Patienten klar, der jemals diesen Geruch wahrgenommen hat.

Am Zahn 35 apikale Parodontitis (Wurzelspitzenentzündung), sichtbar durch den dunklen „Heiligenschein“ an der Wurzelspitze. Der Knochendefekt wird durch Bakterien im Wurzelkanal verursacht und heilt nach erfolgreicher Elimination der Bakterien aus dem Wurzelkanalsystem in der Regel wieder ab. 

Meist ist der Schmerz nach der ersten Behandlung schon deutlich besser. Wichtig zu wissen: Die körpereigene Immunabwehr arbeitet nur bis zur Wurzelspitze. In den Wurzelkanal kann sie nicht vordringen. Die Bakterien können hier weiter ihr Unwesen treiben. Für die Bakterien herrscht im Wurzelkanal „geschlossene Gesellschaft“ bis Ihr Zahnarzt, das Kanallumen mechanisch (Instrumente) und chemisch (Spüllösungen) reinigt.

Zahnschmerzen mit Abszess

Eine akut eitrige Entzündung in Zusammenhang mit einem bakteriell besiedelten Wurzelkanal entsteht dann, wenn die im Wurzelkanal vorhandene bakterielle Flora besonders pathogen (schadenerzeugend) oder die körpereigene Immunabwehr sehr reduziert ist. Diese akut eitrige Entzündung ist in der Regel sehr schmerzhaft und entsteht auf Grund von abgestorbenen Gewebe und abgestorbenen verflüssigten Zellen. Abszesse an der Wurzelspitze, werden durch die Invasion („hineingehen“) von Bakterien aus dem Wurzelkanalsystem in den Kieferknochen verursacht. Bei einer einer Wurzelspitzenentzündung sind keine Bakterien im Kieferknochen zu finden. Die entzündete Wurzelspitze ist als Reaktion des Körpers auf die Bakterien im Wurzelkanalsystem zu sehen und wird bei erfolgreicher Elimination (Entfernung) der Bakterien aus dem Wurzelkanalsystem im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung in der Regel auch wieder ausheilen.

Ein Abzess geht meist mit einem Anschwellen der betroffenen Region im Mund einher. Das Allgemeinbefinden ist unter Umständen sehr eingeschränkt. Es muss sofort ein Zahnarzt aufgesucht werden. Bei Schüttelforst, Fieber oder Schluckbeschwerden muss auch der Notdienst zu Rate gezogen werden, sollte Ihr Zahnarzt gerade nicht verfügbar sein.

Bildet sich eine Fistel, ein kleiner Ausführungsgang zwischen Abszess und Mundhöhle, kommt es in der Regel nicht zu Schmerzen, da der Eiter sich nicht anstaut und über die Fistel ablaufen kann. Die Fistel und der Knochendefekt heilen nach Beseitigung der Ursache, die bakterielle Besiedelung des Wurzelkanals, meist schmerzfrei und komplikationslos aus. 

Schmerzen nach Wurzelkanalbehandlung

Schmerzt ein Zahn direkt nach einer Wurzelkanalbehandlung, ist das kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen geben sich Druckschmerzen oder pochende Schmerzen nach spätestens einer Woche. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen Sie sich unbedingt erneut bei Ihrem Zahnarzt vorstellen. Somit ist die Wurzelkanalbehandlung möglicherweise nicht der letzte Therapieschritt des betroffenen Zahns.

Schmerzen können aber auch nach Monaten oder Jahren nach einer Wurzelkanalbehandlung wieder auftreten. Entweder klagt der Patient über Schmerzen, oder dem Zahnarzt fällt bei einer der standardisierten Röntgenkontrollen auf, dass die Entzündung im Knochen (apikale Parodontitis) nicht ausgeheilt ist, oder sich sogar vergrößert hat. Auch hier liegt die Begründung im Arretieren (Verbleiben) von Bakterien im Wurzelkanalsystem. Die damit verbundene Mikroflora im Wurzelkanal bildet Antigene und Toxine, die über den Apex (Foramen apicale, Einfluss von Gefäßen und Nervengewebe in den Zahn) in den Knochen gelangen und dort eine Abwehrreaktion hervorrufen. Wichtig zu wissen ist, dass die körpereigene Immunabwehr die Bakterien im Wurzelkanal nicht erreichen kann. So führen weder die körpereigene Immunabwehr noch Antibiotika zum Ausheilen der Entzündung im Kieferknochen. Mögliche Therapieschritte sind nun eine Revision (siehe Therapie Wurzelkanalbehandlung), eine Wurzelspitzenresektion oder die Extraktion (Entfernung) des Zahns.

Schmerztabletten bei einer Wurzelkanalbehandlung

In der Regel ist das Schmerzmittel der Wahl bei Zahnschmerzen Ibuprofen soweit keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen. Auch bei Zahnschmerzen während oder nach einer Wurzelkanalbehandlung ist Ibuprofen für das Schmerzmanagement zu empfehlen. Von ASS (Acetlysalicylsäure), oft bekannt als Aspirin, ist abzusehen, da der Wirkstoff Acetylsalicylsäure die Blutgerinnung unumkehrbar hemmt. Im Falle eines zahnärztlich chirurgischen Schnittes, z.B. bei einer Abszessspaltung, wird es länger bluten. Aspirin hat im Gegensatz zu Ibuprofen mehr Nachteile als Vorteile in der Therapie gegen Zahnschmerzen.




103 Responses to “Zahnschmerzen nach Wurzelbehandlung”

  1. Guten Tag Fr. Dr. Schabel,

    Leider ist mein Kommentar von heute morgen verschwunden, darum versuche ich es nocheinmal. Ich habe mit einem Zahn schon seit meiner Kinheit Probleme. Vor ca. 25 Jahren wurde eine Wurzelbehandlung durchgeführt. Nach etwa 5 Jahren hat sich an der Wurzel ein Eiterherd gebildet und es musste die Wurzelspitze behandelt werden. Danach hatte ich ca. 10 Jahre ruhe. Vor 5 Jahren hat sich an diesem Zahn eine Zyste gebildet die in 2stüdiger Operation entfernt werden mußte.
    Hier wurden auch die betroffenen Teile des Kiefers entfernt, das entstandene Loch wurde aufgefüllt und ist mit der Zeit auch gut zusammengewachsen. Ich habe allerdings seither ein taubes Gefühl bei diesem Zahn. Man sagt mir zwar dass es nach ca. 1 – 2 Jahren verschwindet, aber ich habe es immer noch. Bei der Operation hat mir der Arzt gesagt das der Zahn schon ganz schwarz ist, er ihn aber dennoch drin lassen möchte. Man sieht das natürlich von außen nicht da ich eine Keramik Krone habe. Aber dass ein toter Zahn nach sovielen Jahren nicht mehr weiß bleibt ist mir eh auch klar. Seit ca. 3 Tagen spüre ich zeitweise ein kurzes Stechen welches von diesem Zahn ausgeht. Es kommt in unregelmäßigen Abständen und ist nicht schlimm aber unangenehm. Kann das schon wieder eine Entzündung sein? Das wäre dann die 3. beim gleichen Zahn.
    Weiteres würde mich interessieren ob es wirklich Gesund ist einen toten Zahn, der ja auch schon schwarz ist, so lange im Mund zu lassen, oder ist das egal?
    Bei der OP wollte ich dass er entfernt wird, aber mein Arzt meinte es wäre besser ihn noch drin zu lassen.

    Vielen Dank für Ihre Antword.
    LG
    Stefan

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Stefan,

      vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht.
      Leider ist es ohne klinische und röntgenologische Diagnostik nicht möglich eine Aussage zur Prognose Ihres Zahnes zu treffen.

      Wurzelbehandelte Zähne werden in der klassischen Schulmedizin und in der Naturheilkunde völlig unterschiedlich behandelt. Unauffällige wurzelkanalbehandelte Zähne stellen in der Schulmedizin keine Problematik dar, in der Naturheilkunde werden Zähne mit einer Wurzelbehandlung allerdings stets als potentielles Störfeld gesehen, das nicht nur Probleme in der Mundhöhle, sondern auch an anderen Körperregionen auslösen kann. Begründet wird diese Annahme mit der Reaktion des Körpers, der Immunantwort, auf den toten Zahn. Aber nicht nur ein toter Zahn, sondern auch zahnmedizinische Werkstoffe können eine Immunantwort auslösen.
      Kann eine überschießende Immunantwort auf einen Werkstoff bzw. auf eine Wurzelbehandlung wissenschaftlich „gemessen“ werden, fragen sich viele Patientin. Ja, lautet die Antwort – mit dem LTT Test. Hinter der Kürzung LTT Test versteckt sich das komplizierte Wort Lymphozyten Transformationstest. Dieser Test macht nichts anderes als Unverträglichkeiten gegen zahnmedizinische Materialien zu messen. Eine überschießende Immunantwort ist hierfür die Messeinheit. Einziger Nachteil: die LTT Test ist bei gesetzlich versicherten Patienten eine privat zu zahlende Leistung.

      Ihren Schilderungen zufolge wurde in Ihrem Fall nach Auftreten einer Entzündung an der Wurzelspitze zweimal eine sogenannte Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Weiterführende Informationen zur Wurzelspitzenresektion können Sie in diesem Beitrag http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/ nachlesen. Häufig ist es sinnvoll vor einer Wurzelspitzenresektion eine sogenannte Revisionsbehandlung (http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/) durchzuführen, um das gesamte Kanalsystem vor dem chirurgischen Eingriff noch einmal chemisch und maschinell von Bakterien zu reinigen.

      Nicht auszuschließen ist bei Zähnen mit einer endodontischen Maßnahmen die Möglichkeit eines Risses. Ein Riss ist auf einem Röntgenbild meist nicht zu sehen. Der klinische Befund und die „Geschichte“ des Zahnes sichern in der Regel die Diagnose: Längsfraktur. In diesem Fall muss der Zahn entfernt werden.

      Ich würde Ihnen empfehlen Ihren Zahnarzt aufsuchen. Anhand eines Röntgenbildes kann festgestellt werden, ob sich erneut eine Entzündung an dem betroffenen Zahn gebildet hat. Des Weiteren wird die gründliche klinische Untersuchung Aufschluss geben, ob der Zahn noch erhaltungswürdig ist oder nicht.

      Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen.

  2. Hallo Frau Dr. Schabel,

    ich habe bereits vor längerer Zeit (ca. 3 Jahre) eine Wurzelbehandlung bekommen. Bis vor 4 Wochen war auch alles super. Dann bin ich in den Urlaub geflogen und kaum angekommen hat sich der Zahn mit der Wurzelbehandlung bemerkbar gemacht. Ich habe 2 Wochen täglich Schmerztabletten eingenommen um den Urlaub gut zu überstehen. Als ich dann zurück in Deutschland war habe ich meinen Zahnarzt aufgesucht. Dieser hat den Bereich geröntgt und die Diagnose bestätigt. Der Zahnnerv ist wieder entzündet und es muss erneut eine Zahnwurzelbehandlung stattfinden. Er hat mir sofort ein Antibiotika verschrieben und mir seine Kollegin empfohlen, die Spezialisten für solche Behandlungen ist. Nun muss ich bis ende September warten, da vorher kein Termin frei ist.

    Meine Frage jetzt an Sie: Kann sich die Entzündung nicht über solch einen längeren Zeitraum (vom ersten Schmerz bis zur geplanten Behandlung ca. 5 Wochen) weiter verschlimmern und die Bakterien sich weiter ausbreiten? Zudem zweifle ich daran, dass das Antibiotikum sinnvoll war?!

    Und meine letzte Frage: Nach dem ich heute das Antibiotikum beendet habe, würde mich interessieren ob ich jetzt wieder Sport oder Alkohol zu mir nehmen darf oder würde das die Entzündung ebenfalls verschlimmern??

    Noch als kleine Info: Ich bin Diabetiker Typ 1. Macht das einen Unterschied?

    Ich bedanke mich schon im Voraus für Ihre Antwort!
    Andreas

    • Lieber Andreas,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Nach Ihrer Beschreibung gehe ich davon aus, dass in Ihrem Fall eine Revisionsbehandlung durchgeführt wird. Eine bereits durchgeführte Wurzelfüllung wird entfernt, da sich weiterhin oder wieder eine Entzündung an der Wurzelspitze befindet. Diese Wurzelspitzenentzündung kann mit oder ohne Zahnschmerzen einghergehen. Der Zahnnerv hat sich allerdings nicht wieder entzündet. Im Rahmen der Erstbehandlung wurde der Zahnnerv bereits entfernt. Vielmehr sind bei der ersten Behandlung Bakterien im Wurzelkanalsystem geblieben, die jetzt für die Entzündung im Knochen (Wurzelspitze) verantwortlich zu machen sind. Es ist sinnvoll eine Revisionsbehandlung bei einem Kollegen durchführen zu lassen, der sich besonders auf dem Gebiet der Wurzelbehandlung weitergebildet hat. Die Revisionsbehandlung ist der Versuch einen Zahn zu erhalten. Es ist der Versuch den betroffenen Zahn nicht extrahieren zu müssen. Eine Wurzelspitzenresektion (http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/) kann nach einer Revisionsbehandlung notwendig werden, sollte aber nicht als Alternative zur Revisionsbehandlung gesehen werden. Ob die Revisionsbehandlung zur Ausheilung der Parodontitis apicalis (Wurzelspitzenentzündung) führt, kann erst nach ca. 6 Monaten röntgenologisch festgestellt werden.
      Bezüglich des späten Behandlungstermins müssen Sie sich keine Gedanken machen so lange Sie keine Zahnschmerzen haben oder eine Schwellung auftritt. Die Bakterien sitzen in der Regel im Wurzelkanalsystem. Das Ziel der erneuten Wurzelbehandlung ist die Desinfektion des Wurzelkanalsystems, so dass die Vorraussetzung für den Körper geschaffen wird den Knochen zu regenerieren (http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung-zahnschmerzen/). Der Erfolg der Revisionsbehandlung hängt somit auch maßgeblich vom Regenerationspotentials des eigenen Körpers ab.
      Bezüglich der Einnahme eines Antibiotikums ist die Zahnärzteschaft in diesem Fall gespalten. Es muss von Fall zu Fall anhand von klinischer und röntgenologischer Diagnostik entschieden werden, ob eine Antibiose sinnvoll und notwendig ist.
      Sie können Sport machen. Patienten haben oft ein sehr gutes Gefühl, ob sportliche Betätigung möglich ist oder nicht. Sollte der Zahn „puckern“ oder „weh tun“ ist sprotliche Betätigung nicht zu empfehlen.
      Diabetiker vom Typ I haben laut Studien ein erhöhtes Risiko an einer Parodontose (Parodontitis) zu erkranken. In diesem Beitrag http://www.zahnschmerzen.net/ursachen/parodontose/ können Sie sich ausführlich über die Zahanfleischentzündung informieren. Des Weitern ist Wundheilung im Verlgeich zum Nicht-Diabetiker schlechter. Bezüglich der Erfolgsausicht einer Wurzelbehandlung haben sowohl Patienten mit Diabetes Typ I und II eine schlechtere Prognose als Patienten ohne Diabetes Leiden. In der Studie von Georgi und Hülsmann wird beschrieben, dass Diabetes Typ I Patienten, ein erhöhtes Risiko haben an einer Wurzelspitzenentzündung nach einer Wurzelbehandlung zu erkranken, sprich, der Erfolg von endodontischen Maßnahme ist nicht so hoch wie beim Patienten, der nicht an einem Diabetes Typ I leidet.
      Wir hoffen , wir konnten Ihnen einige nützliche Informationen zukommen lassen.

    • Liebe Frau Dr. Schnabel,

      vielen Dank für Ihre schnelle und äußerst ausführliche Antwort.

      Es handelt sich bei mir tatsächlich um eine Revisionsbehandlung. Ihre Informationen haben mir sehr weitergeholfen und ich finde Ihre Website und Ihre Hilfestellung wirklich klasse!

      Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg!

      Andreas

  3. Hallo Frau Dr. Schnabel,

    vor 4 Wochen mußte Zahn 14 eröffnet werden und eine Wurzelkanalbehandlung eingeleitet werden. Schlimme Schmerzen zuvor. Kommentar meines Zahnarztes nachdem der Zahn offen war: der Nerv ist nur noch Matsch und es kommt Eiter hoch. Wurzelkanalbehandlung begonnen. Zahn wurde mit hochdosiertem Chlor gespült, Antibiotikum und Kortisoneinlage, Zahn provisorisch verschlossen. Nach 2 Wochen stand Medikamentenwechsel an. Diesen schaffte ich leider nicht, weil der Zahn am Wochenende „hoch“ gegangen ist ohne Ende. Ich zum Notdienst. Hat den Zahn aufgebohrt, Kanäle gereinigt und den Zahn offen gelassen. 2 Tage später Termin bei meinem Zahnarzt. Zahn komplett reinfiziert, gleiches Procedere wie beim ersten Mal. Das war letzte Woche. Jetzt wieder starke Schmerzen an dem Zahn. Was ist denn da nur los?
    Lieben Dank für Ihre Antwort

    • Hallo Kathrin,
      eine Wurzelbehandlung ist immer der Versuch einen Zahn zu retten. In Ihrem Fall scheint der betroffene Zahn stark infiziert zu sein. Häufig berichten Patienten in diesem Zusammenhang auch von höllischen Zahnschmerzen. Eine dicke Backe kann im Rahmen der Wurzelbehandlung auch auftreten. Generell soll bei einer Wurzelbehandlung das gesamte Kanalsystem gereinigt werden. Dies geschieht mit Instrumenten und Spüllösungen. In diesem Artikel http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ können Sie sich genauer über die Wurzelbehandlung informieren.
      Die Begründung für die starken Zahnschmerzen im Rahmen einer Wurzelbehandlung sind Bakterien im Wurzelkanalsystem. Diese Bakterien haben alles organische Gewebe im Zahn verdrängt. Der Zahn ist tot und kann nichts mehr spüren. Doch diese Bakterien produzieren „Gase“, die auf den Knochen „drücken“ und dort eine Immunantwort auslösen. Eine Wurzelspitzenentzündung entsteht. Und das tut mitunter sehr weh, schließlich ist der Knochen nicht tot sondern mit Nerven innerviert. Sobald das Wurzelkanalsystem optimal gereinigt ist, kann sich die Entzündung an der Wurzelspitze beruhigen. Die Zahnärzte desinfizieren das Wurzelkanalsystem und geben so dem Körper die Chance „zu heilen“. Das kann mitunter eine Weile dauern, gelingt aber in vielen Fällen. Ibuprofen ist das Schmerzmittel der Wahl, soweit keine medizinischen Kontraindikationen vorliegen, um die Zeit der starken Zahnschmerzen zu bestreiten.

  4. Hallo Frau Schnabel,

    auch ich, möchte mich mit einer Frage zur Wurzelkanalbehandlung an Sie wenden. Aufgrund einer seitlichen Karies an Zahn 15 (Oberkiefer), stellte sich nach Aufbohren des Zahnes heraus, dass eine Wurzelbehandlung in meinem Fall notwendig ist. Diese wurde dann auch mit der 1. Sitzung an Ort und Stelle eingeleitet. Mein Zahnarzt spühlte den Wurzelkanal und legte ein Medikament ein. Anschliessend bekam ich eine profisorische Füllung mit einem gummiartigen, rosa farbenen Füllmaterial.

    Um die Behandlung abzuschliessen soll ich in einer Woche zur 2. Sitzung kommen, in dieser dann auch die Wurzelfüllung gemacht werden soll. Nun zu meiner Frage: Ich habe heute (einen Tag nach der 1. Sitzung) immer noch einen Druckschmerz an diesem Zahn, wenn ich etwas darauf kaue. Es ist ein ziehender Schmerz. Ansonsten, im Ruhezustand wenn ich nicht kaue habe ich keine Schmerzen. Auch die Berührung der Zahnbürste an diesem Zahn, lösst bei mir diesen ziehenden Schmerz aus. Ist dies normal, oder bedeutet es, dass Gase, Flüssigkeit durch die profissorische Füllung nicht entweichen kann? Ich bin mir unsicher, ob ich noch abwarte, oder gleich Morgen erneut meinen Zahnarzt kontaktiere. Was bei mir noch nicht ganz klar war, ist ob mein Nerv bei dieser 1. Sitzung bereits gezogen wurde. Mein ZA meinte, bei der zweiten Sitzung wird er tiefer gehen und dann eine Wurzelfüllung vornehmen. Ich habe diesen Zusammenhang nicht verstanden, was er damit genau meinte.

    Was raten Sie mir?

    Herzlichen Dank!

    Viele Grüße

    Daniela

    • Hallo Daniela,
      Ihre Frage, ob der gesamte Nerv bereits zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Wurzelkanalsystem entfernt worden ist, kann nur der behandelnde Zahnarzt beantworten. Es ist aber auch nicht wirklich relevant. Erst vor der Wurzelkanalfüllung sollte das gesamte Wurzelkanalsystem gereinigt sein. Im Rahmen der Schmerzbehandlung wird häufig nur ein Teil des Gewebes im Wurzelkanalsystem entfernt, um Zahnschmerzen zu vermeiden. In einer zweiten Sitzung, die häufig etwas länger dauert, wird dann ohne Zeitdruck das Wurzelkanalsystem „erkundet“.
      Das Sie zum jetzigen Zeitpunkt Vibration und Druck an diesem Zahn spüren, ist nicht ungewöhnlich und keinesfalls besorgniserregend.
      Wenn Sie sich zum Thema Wurzelkanalbehandlung weiterführend informieren wollen, könnte dieser Artikel http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ hilfreich sein.
      Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen und einige Zusammenhänge erklären

  5. Hallo Frau Schnabel,

    Es waere sehr freundlich, wenn Sie mir bei der Frage, ob oral eingenommene Antibiotka bei der Wurzelbehandlung ueberhaupt Sinn machen, weiterhelfen koennten.

    Ich war heute zum zweiten und hoffentlich letzen Teil meiner Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Nach der Zahnbehandlung konnte ich mit der Zunge am Zahnfleisch etwas weiter unter dem behandelten Zahn (nicht direkt unter dem Zahnende, sondern ca. eine Zungenspitze unter dem Zahnende beginnend und seitlich bis zum Ende des naechsten Zahnes reichend) eine leichte Schwellung fuehlen, die vor der heutigen Behandlung nicht zu fuehlen war. Da ich mir nicht sicher war, ob dies einfach nur eine harmlose Schwellung ist, die durch die mechanischen oder chemischen Reize der Zahnbehandlung (Aufbeissen auf die Roentgenplatte/ Bohrer/Reaktion auf die eingefuehrten Stoffe oder das Fuellmaterial/ Haertungslampe) ist, sprach ich die Zahnaerztin darauf an. Sie betastete die Stelle und sagte, ich solle das von ihr verschriebene) ANtibiotikum nehmen (aus der Penizillin-Antibiotikum Familie). Ich bin eher abgeneigt, Antibiotika einzunehmen, wenn es nicht wirklich notwendig ist, u.a. weil ich vor ein paar Jahren eine Immunsystemreaktion (nephrotisches Syndrom) hatte, deren Ursache nicht geklaert werden konnte und Antibiotika sind neben Keimen und Viren auch auf der Liste der moeglichen Ausloeser fuer diese Krankheit.
    Zudem hatte ich gelesen, dass im FAlle der Wurzelinfektion nur lokal in die Wurzel eingefuehrte Antibiotika zum Erfolg fuehren und keine Antibiotika, die man schlucken muss. Ich hatte wahrend der Endphase der Behandlung (also das Schliessen des Zahnes mit der endgueltigen Fuellung) ein leichtes Brennen am Zahnfleisch zu spueren war), so dass die Schwellung durchaus durch die eine auessere Reizung des Zahnfleisches bei der Behandlung hervorgerufen sein koennte.

    Die Zahnaerztin, die die Behandlung durchgefuehrt hat, ist nicht meine „uebliche“ Zahnartzin, da ich gerade ins Ausland umgezogen bin. Daher ist die Vertrauensbasis noch nicht etabliert und es faellt mir schwer, einzuschaetzen, ob die Antibiotka-Gabe wirklich notwendig ist.

    Da es nicht schmerzt und ich den Eindruck habe, die Schwellung bereits etwas zurueckgegangen ist in den 2 Stunden nach der Zahnbehandlung, waere meine Taktik, einfach abzuwarten, ob die Schwellung von allein zurueckgeht.

    Vielen Dank fuer Ihre Antwort und herzliche Gruesse
    Antje

    • Hallo Anje,
      vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Beschreibung. Generell gab es im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung einen Paradigmenwechsel. Während früher sehr häufig Antibiotika therapiebegleitend zur Wurzelbehandlung verschrieben worden sind, ist die Zahnärzteschaft mit der Verschreibung einer Antibiose im Rahmen der endodontischen Behandlung mittlerweile sehr zurückhaltend geworden. In der Regel sind Bakterien im Wurzelkanalsystem für eine Entzündung an der Wurzelspitze (Parodontitis apicalis) verantwortlich. Das oral eingenommene Antibiotikum kann aber nur an der Wurzelspitze wirken, nicht im Wurzelkanalsystem. In Ihrem Fall ist es vertretbar vorest auf die Einnahme eines Antibiotikums zu verzichten. Vorraussetzung hierfür ist der stetige Rückgang der Schwellung. Bei auftretenden Zahnschmerzen bzw. einer progredienten Schwellung sollten Sie zusammen mit Ihrer Zahnärztin das Thema Antibiotikum neu bewerten.
      Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen.

  6. Hallo,
    Ich hatte vor einem halben Jahr eine Wurzelbehandlung, habe jetzt eine chronische Entzündung weil bei der Behandlung der Zahnarzt nicht den Kanal gefunden hat und daneben ein Loch gestochen hat, habe daraufhin Arzt gewechselt. Dieser hat die Wurzel Behandlung korrekt beendet. Habe keine Schmerzen. Aber durch einen Fistelgang läuft immer Eiter ab.
    Außerdem bricht öfter etwas vom Zahn ab. Ist es für den Körper schädlich ständig einen Eiterherd im Mund zu haben. Überlege mir ihn entfernen zu lassen.?

    • Hallo Conny,
      wenn ein wurzelkanalbehandelter Zahn eine Fistel aufweist, ist etwas nicht in Ordnung. Die Fistel ist eine vom Körper geschaffene Regenrinne, aus der „die Entzündung an der Wurzelspitze“ abfließen kann. Ohne Fistel, hätten Sie möglicherweise Zahnschmerzen. Ohne klinische und röntgenologische Untersuchung kann keine Empfehlung ausgesprochen werden, ob der betroffene Zahn eventuell gezogen werden sollte. Richtig ist allerdings, dass eine Fistel ein Zeichen ist, dass mit dem betroffenen Zahn etwas nicht in Ordnung ist. Den Zahn entfernen zu lassen, ist eine mögliche Behandlungsoption. Eventuell gibt es aber auch noch die Option über einen chirurgischen Eingriff im Sinne einer Wurzelspitzenresektion den Zahn zu erhalten. Der Erfolg eines solchen Eingriffs hängt vor allem von der Perforationsstelle ab. Unter Perforation verseht man die falsche Bohrung, sprich, die Stelle an der der Zahnarzt den Kanal nicht gefunden hat und es zu einem Loch im Zahn gekommen ist. Ich empfehle Ihnen, den Zahn erneut röntgenologisch und klinisch untersuchen zu lassen und mit Ihrem Zahnarzt die verschieden Optionen zu besprechen.

  7. Hallo Frau Dr. Schnabel,

    vor gut 3 Wochen bin ich mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt, dabei wurde beim 36 eine Almagamfüllung gegen Keramik ersetzt, weil die Füllung nicht mehr dicht war und auch ein Riss im Zahn. Dadurch konnte sich der Karies bis kurz vor den Nerv durcharbeiten.

    Somit also eine große und tiefe Füllung.

    Nach zwei Tagen hatte ich riesige Schmerzen, so dass ich nochmals beim Zahnarzt vorstellig wurde. Es war auch ein Knubbel in der Mundhöhle zu ertasten aber an völlig anderer Stelle, weiter vorne und nicht direkt am 36.

    Aussage des Zahnarztes – verhärtete Muskelfasern. „Irgendwas arbeiten Sie, da ist alles verspannt“. Biss-Schmerz war nicht besonders stark. Allerdings Pochen des Zahns. Auch hier die Aussage des Arztes “ Da so nah am Nerv, ist das normal. Das wird noch einige Wochen anhalten allerdings ist das Pochen nicht gut.“

    Sämtliche Tests – Klopf und Kältetest waren negativ/im normalen Bereich.

    Die Schmerzen wurden über die Zeit tatsächlich erträglicher. Bis nach zwei Wochen unerträgliche Schmerzen auftraten. Ich wieder zum Zahnarzt. Die Schmerzen, dass muss dazu sagen, waren so stark, dass die Schmerzpunkte überall auf der unteren Kieferhälfte waren aber nicht am Zahn selbst . Klopf- und Kältetest waren negativ/im normalen Bereich.

    Röntgenbilder wurden sowohl beim allerersten Besuch als auch beim dritten Besuch gemacht. Beides Mal war zu sehen, dass die Wurzelspitze leicht entzündlich war aber ohne, dass lt. Zahnarzt, eine Wurzelbehandlung notwendig gewesen wäre.

    Beim letzten Zahnarztbesuch ist man dann dazu übergegangen, dass meine Schmerzen vom nächtlichem Zähne zusammenpressen kommt und ich dadurch heftigste Verspannung hätte. Also Zentrikschiene – bis ich die dann habe, dauert es ja noch Wochen, weil Anpassung aufwändig. Mit dieser Diagnose und mit den unglaublichen Schmerzen hat man mich dann wieder nach Hause geschickt.

    Das war nun am Donnerstag. Schmerzen trotz Schmerzmittel unerträglich. Freitagnacht, dann ein derart starkes Reissen auf der linken Seite und die Schmerzen verschwanden. Am nächsten Morgen Abszess am 36. Im Laufe des Tages wieder unerträgliche Schmerzen. Zum Notdienst und dort wurde mir sofort dann der Zahn eröffnet sowie der Abszess. Es hatten sich unter der Füllung Gase gebildet sowie eine Entzündung.

    Die Schmerzen haben nachgelassen und seither bin ich weitgehendst Beschwerdefrei. Die Schwellung geht nach und nach zurück und auch die Entzündung bekomme ich in den Griff.

    Der Zahn bzw. der Nerv ist aber definitiv tot. Nun muss ich die Behandlung bei meinem Zahnarzt fortführen, da der Zahn noch geöffnet ist und ja wieder geschlossen werden sollte. Der Notzahnärztin meinte, dass erst einmal die Entzündung aus dem Kiefer muss und mit dem behandelnden Zahnarzt die weitere Vorgehensweise abklären muss – Stichwort Wurzelbehandlung, bevor man sich an die Zentrikschiene oder andere Dinge macht.

    Allerdings ist das Vertrauen zu meinem Zahnarzt nun ein bisschen angekratzt. Vielleicht auch weil ich der Meinung bin, dass dieser Verlauf vorhersehbar war, weil ja die Wurzelspitze schon Entzündungsanzeichen hatte und man hätte sofort was tun müssen und auch können.

    Jetzt habe ich Morgen wieder einen Termin beim Zahnarzt und bin entsprechend verunsichter. Auf was muss ich nun achten, was sollte ich mit dem Arzt definitiv besprechen und klären was die weitere Behandlung angeht?

    Mir geht es natürlich um den Zahnerhalt und möchte nach Möglichkeit soweit vorbereitet sein, dass ich entsprechend reagieren kann ohne hilflos darauf vertrauen zu müssen, dass ausgerechnet der Zahnarzt mir da etwas vorschlägt, was vielleicht gar nicht notwendig ist.

    Vielen Dank vorab!

    Gruß Nicola

    • Hallo Nicola,
      ich hoffe es geht Ihnen besser. Im Rahmen einer tiefen Karies kann im Laufe der Behandlung eine Wurzelkanalbehandlung notwendig werden. So lange der Nerv bei dem Entfernen von Karies nicht direkt betroffen ist, versuchen Zahnärzte in der Regel die Zähne „vital zu erhalten“. Das bedeutet, Sie werden vorerst keine Wurzelkanalbehandlung einleiten, auch, wenn der Zahn nach der Behandlung erst einmal empindlich ist oder sogar richtig weh tut. Ausschlaggebend für die weiterführende Behandlung ist vor allem die klinische Untersuchung. Solange die Zähne eine positive Vitalität aufweisen, sprich auf Kälte relativ normal reagieren, kann eine abwartende Haltung mit regelmäßiges Kontrollterminen eingenommen werden. Reagiert ein Zahn auf Wärme mit hoher Schmerzsensibilität und beruhigt sich auf Kälte, ist von einer von einer irreversiblen Pulpitis auszugehen. Dies bedeutet, das Nervengewebe im Zahn ist unumkehrbar eintzündet. Eine Wurzelkanalbehandlung muss eingeleitet werden. Reagiert ein Zahn nicht mehr auf den Temperaturreiz, ist der betroffene Zahn abgestorben. Auch in diesem Fall muss eine Wurzelbehandlung eingeleitet werden. Diese beschriebenen verschiedenen Stadien gehen oft fließend ineinander über. Des Weiteren kann ein Zahn völlig symptomlos, sprich ohne Zahnschmerzen absterben. In Ihrem Fall ist das Absterben des Zahnes mit großen Zahnschmerzen einhergegangen. Der Grund für das Absterben eine Zahnes ist das Eintreten von Bakterien in das Wurzelkanalsystems. Dort liegen der Zahnnerv und die Blutgefäße.
      In Ihrem Fall gilt es jetzt, so wie Sie es beschreiben, den Zahn endodontisch optimal zu versorgen. Sie können hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ Informationen zur Wurzelkanalbehandlung einholen. Nach der Wurzelbehandlung kann die entstandene Zugangskavität (das Loch um das Wurzelkanalsystem zu behandeln) mit einem Kunststoff dentin-adhäsiv verschlossen werden, so dass Sie nicht sofort eine neue Keramikrestauration benötigen.
      Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Besserung.

    • Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung und den Link. Das hilft mir für meinen morgigen Termin beim ZA schonmal weiter bzw. lässt mich auch ein bisschen sicherer ins Gespräch gehen.
      Gruß Nicola

  8. Hallo Frau Schnabel,
    vor drei Tagen hatte ich eine Wurzelbehandlung, die direkt abgeschlossen wurde. Neben Aufbiss- und Klopfschmerzen entwickelt sich momentan eine schlimme reizüberdauernde Kälteempfidlichkeit, die ich allerdings nicht genau einem Zahn zuordnen kann. Kann die denn vom wurzelbehandelten Zahn kommen?
    Viele Grüße, Jana

    • Hallo Jana,
      ein regelrecht wurzelkanalbehandelter Zahn kann keine reizüberdauernde Kälteempfindlichkeit auslösen. Durch die chemische und maschinelle Behandlung, sowie die anschließende Obturation des Wurzelkanalsystems eines betroffenen Zahnes, ist kein Temperaturempfinden mehr möglich. Ich empfehle Ihnen, den behandelnden Zahnarzt aufzuschen, damit eine exakte klinische und röntgenologische Diagnose gestellt werden kann.

  9. Guten Tag,
    heute hab ich mir meinen Nerv am Zahn entfernen lassen
    und der Zahnarzt hat mir dann noch ein Medikament
    draufgemacht. Jetzt ist meine Betäubung weg doch ich habe
    Jetzt wieder die Schmerzen von vorhin also beim
    zusammenbeißen meiner zähne tut der eine Zahn
    wo die Krone drauf ist ziemlich weh.
    Wieso ?

    • Guten Tag,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Auch nach dem Entfernen des Zahnnervs kann es zu Zahnschmerzen kommen. Folgende Erklärung gibt es für Zahnschmerzen nach Entfernen eines Zahnnervs:
      Es besteht die Möglichkeit, dass das komplette Nervengewebe des Wurzelkanalsystems noch nicht entfernt werden konnte. Beispielsweise könnte es sein, dass an der Wurzelspitze noch ein Stück des Zahnnervs vorhanden ist. Auch ein zusätzlicher versteckter Wurzelkanal könnte für die Zahnschmerzen verantwortlich sein. Eine weitere Möglichkeit, um den Zahnschmerz zu erklären, ist der sogenannte Phantomschmerz. Der Nerv wird aus dem Zahn entfernt und das kann weh tun. Bei initial stark entzündetenen Zähnen kann es des Weiteren eine gewisse Zeit dauern bis sich der betroffene Zahn wieder beruhigt hat, auch, wenn der Zahnnerv bereits entfernt worden ist. In solchen Fällen gilt es dem Körper Zeit für die Regeneration zu geben. Zahnschmerzen im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung sind vorerst nicht besorgniserregend, sollten aber dem behandelnden Zahnarzt mitgeteilt werden, damit der weitere Behandlungsablauf geplant werden kann.
      Bestimmt haben Sie noch weitere Termine bei Ihrem Zahnarzt um diesen Zahn behandeln zu lassen.
      Wir hoffen, diese Erklärungen sind hilfreich für Sie.
      Gute Besserung.

  10. Christoph Häusele:

    Hallo Frau Dr. Schnabel,

    gestern Vormittag wurde an meinem hinteren Backenzahn (o. rechts) eine Zahnfleischentzündung behandelt. Das Zahnfleisch war geschwollen, der Zahn reagierte auf warm/heiß mit starkem Ziehen, ebenso beim Draufbeißen. Die Behandlung bestand im mechanischen Säubern in/unter der Zahnfleischtasche und dem Spritzen eines Mittels.
    Heute war zwar die Schwellung des Zahnfleisches leicht zurückgegangen, aber schon bei Berührung des Zahns habe ich starke Schmerzen, ebenso bei Wärme oder beim Zubeißen. Die Zahnärztin meint, ich solle noch einige Tage warten und mechanisch Reinigen (Bürste, Seide), und wenn es dann nicht besser sei, dann mache sie ein Röntgenbild, da das letzte schon vor einger Zeit gemacht worden sei. WICHTIG: Laut Zahnärztin ist der Zahn wurzelbehandelt und somit tot. Sie geht davon aus, dass die Schmerzen dadurch zustande kommen, dass die Wärme z.B. Tee) über die Entzündung zum freiliegenden Zahnhals übertragen wird. Allerdings bin ich skeptisch, weil eben auch die Berührungsempfindlichkeit vorhanden ist. (Die Ärztin sagt allerdings auch, laut wissenschaftl. Büchern dürfe ein toter Zahn gar nicht weh tun, aber es komme hin und wieder vor.)
    Kann ich guten Gewissens einige Tage warten, wie empfohlen, oder sollte schnellstmöglich eine Aufnahme gemacht werden?

    Eine andere Sache: Unten rechts, Zahnfleisch innen: Wenn ich mit der Zunge daran ziehe (einen Unterdruck erzeuge), habe ich immer einen eitrigen Geschmack im Mund. Oder wenn ich mit dem Finger über das Zahnfleich streiche, so riecht der Finger stark (er stinkt nach Eiter!). Die Ärztin glaubt mir das nicht so recht; sie meint, ich sei überempfindlich – ein Mund sei nun mal nicht steril. Sie hat zwar auch schon einmal zugegeben, dass dort (unter der Tasche) eine Entzündung sein könne, und ich solle halt weiter fleißig putzen. Allerdings bescheinigt sie mir immer eine vorbildliche Mundhygiene, und da passt es m.E. nicht ins Bild, dass seit Jahren (!)immer genau an dieser einen Stelle (und nur dort – abgesehen von der oben geschilderten, neu aufgetretenen Entzündung)etwas nicht in Ordnung sein soll. Einmal hieß es, das könnten auch Essensreste sein. Allerdings ist der Geruch/Geschmack immer da, zudem immer der gleiche, vor oder nach dem Essen, zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Wären es Essensreste, so käme nicht permanent dieses eitrige Zeugs hervor. Dabei handelt es sich nicht um eine Fistel (hatte ich früher mal, da spürte ich auch richtig eine Flüssigkeit austreten). Hier kommt der Geschmack nur, wenn ich auf das Zahnfleisch drücke oder daran ziehe (s.o.).
    Vielleicht haben Sie auch hier einen Vorschlag für mich.
    Vielen Dank – allein schon fürs Lesen – und liebe Grüße
    Christoph H.

    • Christoph Häusele:

      Entschuldigung, hatte etwas vergessen: Bei meinem 2. Problem (eitriger Geschmack), das ich eben schilderte, handelt es sich ebenso um eine Stelle an zwei wurzelbehandelten Zähnen – deshalb habe ich es hier gepostet.
      Christoph

    • Hallo Christoph,
      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Ein Zahn, der bereits eine Wurzelkanalbehandlung bekommen hat, kann Zahnschmerzen auslösen, auch, wenn er „tot“ ist. Während der initialen Wurzelkanalbehandlung können Bakterien im Wurzelkanalsystem zurückgelassen worden sein. Diese können im Knochen eine sogenanante Parodontitis apicalis, eine Wurzelspitzenentzündung, auslösen. Eine Wurzelspitzenentzündung kann völlig ohne Schmerzsymptomatik auftreten, oder mit puckernden, klopfenden Zahnschmerzen einhergehen. Des Weiteren klagen Patienten häufig über Aufbissempfindlichkeit. Ob eine Entzündung an der Wurzelspitze vorliegt, kann vor allem an Hand eines Röntgenbildes festgestellt werden. Die Therapie der Wahl ist eine Revisionsbehandlung. Sollte die Revision der Wurzelfüllung nicht gelingen oder möglich sein, gibt es die Möglichkeit eine Wurzelspitzenresektion druchzuführen.
      Hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/ können Sie einen Artikel zum Thema Revision einer Wurzelfüllung und Wurzelspitzenresektion finden.
      Ich hoffe, wir konnten Ihnen Informationen zukommen lassen, die Ihnen weiterhelfen.

  11. Hallo Frau Schnabel,
    seit ein paar Wochen leide ich an Schmerzen oben links. Vor 7 Tagen am Mittwoch ging ich zu meinem ZA. Er vermutete das es am Weisheitszahn liegt und beschkoss ihn zu ziehen. Dieser hatte eh keinen Platz und war mit Karies befallen. Die Schmerzen blieben weiter vorhanden. Am Montag ging ich erneut zu ihm. Er meinte die des gezogenen Zahnes verheilt super und es liegt wohl am Nachbarzahn. Bei diesem enfernte er den Karies und gab ihm ein Medikament und eine provisorische Fülling. Nach der Behandlung wurde der Schmerz stärker und pausenlos. Ibus helfen auch nahezu gar nicht mehr. Heute 2 Tage später bin ich erneut hin und fragte ihm nach einer Wurzelbehanlung. Weil der Schmerz ist seit Tagen pausenlos unr stark. Er lehnte dies ab und möchte dem Zahn noch Zeit zum beruhigen geben.
    Wäre nicht eine sofortige Wurzelkanalbehandlung sinnvoll?
    Liebe Grüße
    Berti

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Berti,
      ob eine Wurzelbehandlung sofort sinnvoll ist oder nicht, kann am besten der behandelnde Arzt entscheiden. Der Kollege hat die Karies entfernt und weiß am besten wie tief die Karies an den Zahnnerv reichte. Prinzipiell wird man immer versuchen enen Zahn vital zu erhalten und eine Wurzelkanalbehandlung, wenn möglich, vermeiden. Ein abwartendes Verhalten ist absolut zu unterstützen, gerade, da die betroffene Region auch durch das Entfernen des Weisheitszahnes noch zusäztlich schmerzhaft und irritiert ist. Nach dem Entfernen einer Karies kann ein Zahn erstmal beleidigt sein und vor allem auf heiß und kalt mit Zahnschmerzen reagieren. Wichtig ist, dass Sie sich regelmäßig bei Ihrem Zahnarzt vorstellen. Sollte der Zahnschmerz in den nächsten Tagen schlimmer werden, oder der betroffene Zahn anfangen zu puckern bzw. enorm stark auf warme Reize reagieren, empfehle ich Ihnen rasch einen Zahnarzt aufzuschen. Dann ist eventuell wirklich der Zeitpunkt gekommen endodontische Maßnahmen zu ergreifen.
      Ich wünsche Ihnen Gute Besserung

  12. Hallo Frau Dr. Schnabel,

    ich habe seit ca. 2 Monate eine Wurzelbehandlung hinter mir, nachdem ein Stück abgebrochen ist, ich hatte aber keinerlei Schmerzen. Bei der 1. Behandlung und beim zumachen hatte ich große Schmerzen. Der Zahn ist wieder voll belastbar. Ich kann mich aber seitdem nachts nicht mehr auf die entsprechende Seite legen, da im Schlaf der Zahn „höher“ wird und ich immer wieder aufwache, da ich nicht mehr normal zubeißen kann. Jetzt beginnt das gleiche auch, wenn ich auf der anderen Seite liege. Wenn ich aufstehen und gähne oder spreche, geht der Zahn langsam wieder zurück. Am Anfang dachte ich, das Gewebe ist noch geschwollen oder ich bilde mir das ein, aber es ist jede Nacht seit 2 Monaten. Wenn ich mit dem Finger draufklopfe, schmerzt der Zahn leicht. Was kann das sein?
    Sonja
    Sonja

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sonja,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich hoff ich hae korrekt verstanden, dass der Zahn geborchen, zu diesem zeitpunkt aer keine Zahnschmerzen auslöste. Allerdings musste eine Wurzelkanalbehandlung eingeleitet werden. Im Rahmen der Wurzelbehandlung kam es immer wieder zu Schmerzen. Nach Abschluss der Wurzelbehandlng war der Zahn ohne Beschwerden. Allerdings ist im Laufe der Zeit, vor allem nachts, erst ein einseitiger und mittlerweile ein beidseitiger Zahnschmerz aufgetreten?

    • Hallo Frau Dr. Schnabel,

      vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja, alles richtig. Der Zahn ist tagsüber schmerzfrei. Nur Nachts wenn ich auf der Seite liege, wird der Zahn „höher“. Es ist so als wenn sich der Zahn, aufgrund der Seitenlage/des Kissens, raufschiebt. Ich kann dann das Kiefer/Zähne nicht mehr aufeinander legen, da der Zahn zu hoch ist. Ich beiße dann nur auf den hohen Zahn. Wenn ich dann das Kiefer etwas bewege, dann geht der Zahn langsam wieder zurück. Ich habe Angst, dass sich die Stifte nach oben schieben und mit der Zeit der Zahn locker wird.
      sonja

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sonja,
      die Zähne sind im Kiefer nicht „eingewachsen“, sondern an Fasern „aufgehängt“. So haben Zähne eine gewisse Eigenbeweglichkeit. Bewegt sich ein Zahn nur minimal aus dem Kiefer heraus, empfinden wir den Zahn als viel zu hoch und störend. Die Wurzelkanalfüllung eines Zahnes, die sogenannte Obturation, ist in der Regel fest im Wurzelkanalsystem verankert und kann nicht „einfach aus dem Zahn heraus“. Zähne werden als zu hoch empfunden, wenn sie beispielsweise durch eine Entzündung, aus ihrer Ruheposition herausgedrückt werden. Ich empfehle Ihnen sich bei dem behandlenden Kollegen vorzustellen. Ein Röntgenkontrollbild des Zahnes kann sicherlich Auskunft darüber geben, ob der Zahn beispielsweise eine Wurzelspitzenentzündung aufweist, ob die Wurzelfüllung regelrecht im Wurzelkanalsystem ist oder ob der Zahn beispielsweise eine parodontale Entzündung oder einen Riss aufweist und so die „Bewglichkeit“ des Zahnes erklärbar ist. Ohne klinische und röngtenolgische Untersuchung ist eine weiterführende Diagnostik leider nicht möglich.

  13. Sehr geehrte Frau Schabel,
    vergangenes JAhr hatte ich leider 3 Wurzelbehandlungen – da der „tatsächliche“ Schmerz verursachende Zahn die Schmerzen ausgestrahlt hatte.
    Nach vielen Wochen mit Schmerzmitteln und Zahnarztbesuchen war es endlich geschafft.
    Schmerzfrei & glücklich war bis jetzt alles in Ordnung.
    Inzwischen bin ich in der 29. Schwangerschaftswoche.
    Bereits vor 3 Wochen hatte ich auf einmal starke Zahnschmerzen. Ausgerechnet an einem der bereits behandelten Zähne (großer Backenzahn oben rechts)
    Tags darauf beim Zahnarzt sagte dieser, das Röntgen in der Schwangerschaft nicht gut sei und die Schmerzen auch aufgrund einer unbemerkten Erkältung zb. entstanden sein könnten. Ich solle vorerst abwarten, solange es auszuhalten ist.
    Seit 3 Wochen begleitet mich jetzt der pochender Schmerz.Mal mehr mal weniger.
    Wenn ich aufbeiße merke ich den Druckschmerz, also kaue ich jetzt linksseitig um den Zahn zu entlasten, bzw nicht weiter zu reizen.
    Jetzt habe ich dennoch Sorgen, das ich die letzten 11 Wochen „aushalten“ muss, nichts besser wird, oder im Gegenteil tatsächlich eine neue Entzündung entstanden ist, welche ja sicher nicht einfach so wieder verschwinden wird/kann !?!?

    Abwarten!?
    Erneut den Zahnarzt aufrufen!?
    Eine zweite Meinung einholen!?
    Ich bin überfragt.
    Ich bin schwanger & sicher für jeden Zahnarzt nicht unbedingt das größte Vergnügen-
    aber die Zahnschmerzen sind eben gerade noch auszuhalten….

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Britta,
      sie haben vollkommen recht, Zahnschmerzen in der Schwangerschaftsind ein eher kompliziertes Unterfangen. Korrekt ist, dass Zahnärzt Schwangere sehr ungerne röntgen. Allerdings kann in manchen Fällen ein Röntgenbild unabdingbar werden. Auf keinen Fall sollten Sie die letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft den Zahnschmerz einfach aushalten. Das Aushalten von Zahnschmerzen kann mehr Stress für Sie und das Baby auslösen als eine vernünftige Therapie. Sie sollten sich regelmäßig bei Ihrem Zahnarzt vorstellen und auch mit der behandelnden Frauenärztin Kontakt aufnehmen. In diesem Artikel http://www.zahnschmerzen.net/therapie/schwangerschaft/ können Sie sich zusätzlich zur Therapie bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft belesen.
      Weiterhin beschreiben Sie einen „auf Aubiss “ empfindlichen Zahn, der eine Wurzelkanalbehandlung bekommen hat. Da es sich um einen Backenzahn handelt, gibt es eine enge anatomische Assoziation zur Kieferhöhle. Das bedeutet, die Wurzelspitzen des schmerzenden Zahnes könnten zumindest teilweise in der Kierferhöhle stecken. Bei einer Erkältung oder einer entzündeten Kieferhöhle kann es dann zu Zahnschmerzen kommen. Bereits wurzelkanalbehandelte Zähne können ebenfalls Schmerzen auslösen. Hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung-zahnschmerzen/können sie mehr darüber lesen. Zusätzliche Informationen zur Wurzelbehandlung im Allgemeinen stellt dieser Beitrag http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ bereit.
      Wir wünschen Ihnen Gute Besserung.

  14. Hallo Frau Schnabel,

    ich habe mich heute einer Wurzelkanalspülung (mit Ultraschall) am 1/6 unterzogen. Der Zahn wurde vor ca. 5 Jahren schon einmal wurzelbehandelt, hat in den letzten Wochen sich leider wieder gemeldet und nun führt ein Endodontologe nochmals eine Wurzelbehandlung durch.
    Ich habe wie gesagt heute die Wurzelkanäle (4) gespült bekommen und eine Einlage bekommen (Calciumhydroxid). Nun tut mir der ganze rechte Oberkiefer weh, der Schmerz zieht bis in die Schläfen, ich habe irrsinnige Kopfschmerzen. Was mich stutzig macht ist, dass der wurzelbehandelte Zahn selbst weniger klopf- und druckempfindlich ist als der benachbarte Zahn, der 1/7. Dieser schmerzt deutlich mehr wenn ich die Zähne zusammenbeiße oder leichten Druck mit dem Finger ausübe. Sind diese Schmerzen normal? Der Arzt meinte die Schmerzen seinen die Reaktion auf das Medikament und der Zahn kämpft gegen die Bakterien und das verursacht den Schmerz. Aber da der benachbarte Zahn so klopf- und druckempfindlich ist und der Schmerz auch pochend ist und wie gesagt mir eigentlich die ganze rechte Gesichtshälfte wehtut, fürchte ich, dass es Kann es sein, dass der wurzelbehandelte Zahn einfach so ausstrahlt?
    Vielen Dank im Vorhinein für Ihre Antwort!

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Tea,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Gerade bei Revisionsbehandlungen (Erneuerung der Wurzelkanalbehandlung) kann es vorrübergehend zu starken Zahnschmerzen kommen. Diese Zahnschmerzen können auch auf benachbarte Zähne austrahlen, sogar eine Gesichtshälfte kann durch den ausstrahlenden Zahnschmerz betroffen sein. Klassischerweise sind die Zähne aufbiss- und klopfempfindlch. Auch eine Schwellung kann im Rahmen einer Revisionsbehandlung auftreten. Ursache ist in der Regel, die trotz Erstbehandlung persisitierenden Bakterien im Wurzelkanalsystem. Der behandelnde Arzt versucht bei der Revisionsbehandlung das meist stark infizierte Wurzelkanalsystem zu säubern. Dies kann mit einer Immunreaktion des Körpers einhergehen und starke Zahnschmerzen auslösen. Meist ist die Einnamhe on Antiiotikum nicht notwendig. Das Schmerzmittel der Wahl ist Ibprofen. Direkter Sonnenkontakt oder ein Saunagang sollten vermieden werden. Die langfrisitge Erfolgsprognose ist durch diese Art der Komplikation im Rahmen einer Wurzelbehandlung nicht gefährdet.
      Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen,
      Anja Carina Schabel

  15. Hallo Frau Schabel,
    bei mir wurden im April 2 Amalgamfüllungen gegen Kunststofffüllungen ausgetauscht. Seit dem ist alles anders. Ich habe im Prinzip seit diesem Tag Schmerzen, v.a. re im ersten großen oberen Backenzahn. Dort wurde zwischenzeitlich die Füllung wieder rausgemacht und 2x eine schmerz- und entzündungsstillende Einlage reingemacht, dann wurde irgendwann gelasert und letzten Endes wurde im Notdienst eine Wurzelbehandlung gemacht. Leider hat die meine Schmerzen nicht gelindert. Ich habe das Gefühl das gesamte Zahnfleisch re oben brennt und die Schneidezähne werden zusammen geschoben. Heute war ich nochmal beim Zahnarzt und der meinte er könne sich die Schmerzen nicht erklären. Er hat nochmal alles aufgemacht und ein wohl sehr starkes Medikament reingetan, das den Nerv beruhigen soll. Gerade bin ich aber von extrem starken Schmerzen wachgeworden. Die gesamte re Seite tut weh – oben und unten. Ich halte es kaum aus – es ist schlimmer als vor der Wurzelbehandlung.
    Oft habe ich auch das Gefühl, dass ein anderer Zahn für die Schmerzen verantwortlich ist – allerdings habe ich an keinem anderen Zahn eine Füllung.
    Alle Röntgenbilder waren ohne Befund.
    Was soll ich denn nur machen?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Peach

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Peach,
      leider kann es im Rahmen von einer tiefen Karies zur Wurzelkanalbehandlung kommen. Und, auch wenn bereits die Wurzelbehandlung eingeleitet worden ist, können starke Zahnschmerzen auftreten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die ganze betroffene Kieferseite schmerzt. Die Zahnschmerzen können ausstrahlen und halbseitige Kieferschmerzen auslösen. Das Schmerzmittel der Wahl ist in diesem Fall Iburprofen, soweit es keine Kontraindikationen gegen dieses Schmerzmittel gibt. Es besteht die ebenfalls die Möglichkeit mit Nelkenöl Zahnschmerzen zu lindern. Lesen Sie hier http://www.zahnschmerzen.net/was-tun/gewuerznelken/ mehr über die Anwendung von Gewürznelken bei Zahnweh. Diese Art der Schmerzlinderung ist vielmals im Bereich der Hausmittel angesiedelt. Es gibt allerdings auch in Studien einige Anhaltspunkte, dass mit Gewürznelken Zahnschmerzen erfolgreich gelindert werden könnten.
      Ich persönlich würde Ihnen empfehlen, die Sonne zu meiden und die betroffene Region zu kühlen. Sollte eine Schwellung entstehen, ist es ratsam den zahnärztlichen Notdienst aufzusuchen. Natürlich können auch Zahnschmerzen von einem anderen Zahn ausgehen. Wenn ich richtig versehe, wurden bei Ihnen an zwei Zähnen die Amalgamfüllungen ausgetauscht. Ihr Zahnarzt kann mit Perkussions- und Vitalitätstests die umliegenden Zähne untersuchen. Wenn Sie sich weiter zu dem Thema Wurzelkanalbehandlung informieren möchten, können Sie sich anahnd dieses Beitrags http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ informieren.
      Gute Besserung

    • Hallo Frau Schnabel,
      danke für Ihre schnelle Antwort.
      Die Schmerzen sind nun etwas besser geworden. Essen kann ich jedoch immer noch nichts auf der Seite – nicht mal einen Marshmallow. Und zwischenzeitlich habe ich immer noch ein Ziehen und leichtes Pochen im Zahn und im Zahnfleisch. Ist das nach fast 2 Wochen noch normal?
      Zur Zeit habe ich eine provisorische Füllung und Ledermix im Zahn. Einen anderen Zahn als Übeltäter hat der Zahnarzt ausgeschlossen. Die seinen alle tiptop.
      Viele Grüße,
      Peach

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Peach,
      ein Zahn kann auch nach zwei Wochen noch im Rahmen einer Wurzelkanalehandlung empfindlich sein. Der Körper muss sich, gerade bei stark infizierten oder entzündeten Wurzelkanalsystemen, wieder regenerieren.

  16. Hallo Frau Dr. Schnabel,

    im Dezember hatte ich eine Wurzelbehandlung im 6er (3 Wurzelkanäle). Es war wohl eine große Enzündung. Es hat auch geblutet. Nach 2 Wochen bekam ich jedoch noch mal heftige Schmerzen so dass eine erneute Wurzelbehandlung durchgeführt wurde. Danach ging es mir viel besser mit dem Zahn, jedoch bekam ich Schmerzen im Kiefer und die Kieferhöhle saß zu. Musste aufgrund dessen Antibiotika und Ibuprofen nehmen (3 Mal das ganze). Der Zahn wurde mehrmals gespült bis Ende März. Letztendlich sagte der Zahnarzt, dass der Zahn super aussieht und er hundertprozentig schmerzfrei sein müsste. Die Ursache waren meiner Meinung nach Phantomschmerzen, wahrscheinlich war der Gesichtsnerv gereizt. Habe mich versucht zu entspannen und irgendwann hörte das von allein auf. Im April wurde die endgültige Füllung eingesetzt. Der Zahn war schmerzlos. So nach und nach bekam ich ab Ende Mai gelegentlich Aufbiss-Schmerzen. Aber nur leicht. Wie eine Art leichter Druckschmerz. Ich muss dazu sagen dass ich in Stresssituationen oft die Zähne zusammen beiße, auch nachts. Hatte während der provisorischen Füllung auch immer die Füllung heruntergedrückt in den Zahn, durch das zubeißen.
    Jetzt spüre ich einen sehr leichten Druckschmerz im Bereich der Wurzel wenn ich von der Innenseite gegen den Zahn drücke. Manchmal kann ich auch nicht gut kauen auf der Seite. Der Schmerz ist so leicht dass es mich nicht veranlasst hat deswegen zum Zahnarzt zu gehen. Manchmal auch eher nur wie ein Druckgefühl.
    Kann es sein, dass da noch eine Entzündung vorhanden ist?

    Gruß, Julia K.

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Julia,
      leider kann das Internet keine klinische und röntgenologische Untersuchung ersetzen. Ich empfehle Ihnen sich bei Ihrem Zahnarzt vorzustellen. Klassischerweise werden Zähne, die endodontisch behandelt worden sind nach 6-12 Monaten erneut geröngt, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Mit diesem post-endodontischen Röntgenbild wird überprüft, ob der Zahn beispielsweise eine Parodontitis apicalis aufweist. Eine Parodontitis apicalis ist eine Entzündung der Wurzelspitze. Nähere Zusammenhänge können Sie hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung-zahnschmerzen/ lesen.
      Nicht auszuschlieen ist bei Zähnen mit einer Wurzelbehandlung immer das Auftreten eines Risses. Auf einem Röntgenbild ist ein Riss im Zahn in der Regel nicht zu sehen. Risse oder Frakturen an einem Zahn schmerzen meistens und sind durch die klinische Untersuchung zu diagnsotizieren.
      Des Weiteren schreiben Sie, dass Sie mit den Zähnen knirschen oder pressen. Auch dies kann zu leichten Zahnschmerzen führen.
      Aber auch eine erkrankte Kieferhöhle kann im Oberkiefer zu Zahnschmerzen auslösen.
      Aus diesen Gründen wäre es empfehlenswert, wenn Sie sich bei Ihrem Zahnarzt erneut vorstellen würden. Durch die klinische und röntgenologische Untersuchung kann die Ursache für den leichten Druckschmerz sicher eruiert werden.
      Gute Besserung.

  17. Hallo Frau Dr. Schabel,

    für Ihren Rat möchte ich mich schon einmal vorab bedanken. Zunächst möchte ich die Vorgeschichte zu meinen Beschwerden schildern: Vor ca. 1 Jahr bekam ich starke Zahnschmerzen. Da Wochenende war, hatte ich einen Notdienst statt meinen Zahnarzt aufsuchen müssen. Der behandelnde Zahnarzt führte eine Wurzelbehandlung durch und meinte, dass damit alles erledigt wäre. Nach einem 3/4-Jahr bemerkte ich am Zahnfleisch des betroffenen Zahns eine eitrige Schwellung, die NICHT schmerzte. Ich suchte meinen Zahnarzt auf, der mich daraufhin untersucht hatte. Er stellte genau das fest, was im Abschnitt „Zahnschmerzen durch einen toten Zahn“ beschrieben wurde (nur dass ich KEINE Schmerzen spürte). Er führte eine Reinigung und Spülung des Bakterienherdes durch und gab ein Medikament in den Zahn.
    Nach der Behandlung war ich erst einmal beschwerdefrei. Nach ca. 2 Wochen allerdings bekam ich leichte Schmerzen im Bereich des Zahns und teilweise auch im Kiefer- und Schläfenbereich. Diese Schmerzen treten nicht dauerhaft auf und sind für mein Empfinden erträglich. Können solche Schmerzen bei einer medikamentösen Behandlung einer Entzündung auftreten? Oder sollte man die Schmerzen ernst nehmen, da sie erst später auftraten und seit etwa 2 Tagen spürbar sind? Der nächste Behandlungstermin wäre in 4 Wochen…

    Viele Grüße
    Thomas

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Thomas,
      eitrige Schwellungen gilt es immer zu behandeln, auch, wenn diese initial keine Beschwerden auslösen.
      Sie beschreiben Zahnschmerzen in zusammenhang mit einer Revisionsbehandlung. Solche Zahnschmerzen können im Rahmen der erneuten Beahndlung eines Wurzelkanalsystems auftreten und sind in der Regel nicht besorgniserregend. Der Körper signalisiert durch den Schmerz, dass „etwas nicht in Ordnung“ ist. Im Wurzelkanalsystem persisitierende Bakterien können einen Immunabwher des Körpers induzieren und dies kann schmerezn. Ich empfehle Ihnen Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten, der die aktuelle Situation besser einschätzen kann, da klinische und röntgenologische Befunde vorliegen.
      Im großen und ganzen gibt es zwei Möglichkeiten die Situation zu therapieren. Entweder der Zahn wird erneut eröffent und desinfiziert oder man wartet ab und beobachtet wie sich die Zahnschmerzen entwickeln. Antibiotika sind in den meisten Fällen nicht notwendig. Der direkte Sonnenkontakt, sowie Saunagänge und sportliche Betätigung sollten vermieden werden.

      ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen,
      Anja Carina Schabel

  18. Hallo Frau Doktor Schabel!
    Ich war heute beim Zahnarzt und hab eine provisorische Plombe bekommen. Der Arzt hat gemeint, dass ich da ein großes Loch habe, ganz in der Nähe vom Nerv und, dass er sich nicht sicher ist, ob ich eine Wurzelbehandlung benötige oder nicht. Bevor ich die provisorische Plombe bekommen hab, hat er mir ein Mittel auf meinen Zahn gegeben, der den Nerv beruhigen soll. Einen weiteren Termin hab ich erst in 1 einhalb Monaten bekommen. Nun hab ich (5 Stunden nach dem Zahnarztbesuch)Schmerzen, wenn ich kaltes Wasser trinke! Meine Frage: kommt der Schmerz vom Nerv und ist das ein Zeichen dafür, dass ich eine WB brauche? Oder ist das noch der „Restschmerz“, weil die Spritze nachlässt?
    MfG,
    Albina

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Albina,
      machen Sie sich vorerst keine Sorgen bezüglich des Zahnschmerzes. Lassen Sie mich kurz die Zusammenhänge erklären. Durch die tiefe Karies und das Entfernen der Karies ist der Zahn vermutlich erstmal traumatisiert. Klassischerweise reagieren betroffene Zähne mit erhöhter Empfindlichkeit für Temperatur. Ob der Zahn eine Wurzelkanalbehandlung braucht oder nicht kann zum momentanen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Der Zahn muss sich beruhigen. Die Temperaturempfindlichkeit kann für mehrere Woche anhalten. Sollten die Zahnschmerzen stärker werden oder in einen pochenden Zahnschmerz übergeben, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen,
      A.C. Schabel

  19. Sehr geehrte Frau Schabel,

    am Freitag war ich beim Zahnarzt und die beiden hintersten Zähne auf der linken unteren Seite wurden behandelt. Beide hatten Löcher unter bereits bestehenden Füllungen.

    Beim vorletzten Zahn wurde eine Wurzelbehandlung durchgeführt. Hier ist aktuell ein Medikament zur Entzündungslinderung drin, muss also noch fertiggestellt werden. Der hintere Zahn hat eine neue Füllung bekommen.

    Nun habe ich 5 Tage später noch immer Schmerzen. Den Zahn kann ich nicht lokalisieren. Mal kommt es mir vor wie ein stechender, brennender Schmerz, mal wie Druck. Die Schmerzen sind mal stärker, mal kaum vorhanden.

    Ich war also heute wieder beim Zahnarzt. Er hat an beide Zähne geklopft, was nicht wehgetan hat. Dann meinte er, dass er davon ausgeht, dass wurzelbehandelte Zähne keine Probleme machen und dass es deshalb am hintersten Zahn liegt. Hier wäre eine Wurzelbehandlung aufgrund der Lage kaum möglich, so dass er diesen ziehen möchte. Er vermutet eine Pulpitis.

    Meine Fragen:
    Kann es nicht auch sein, dass der wurzelbehandelte Zahn noch Probleme macht? Könnte man untersuchen, ob hier evtl. noch etwas entzündet ist o.ä.?

    Ist es nicht empfehlenswert am hintersten Zahn eine Wurzelbehandlung vornehmen zu lassen? (Ich bin erst 38 Jahre alt, das ist doch früh für Zahnverlust, oder?)

    Wenn ich den hintersten Zahn ziehen lasse, mit welchen Schwierigkeiten muss ich dann rechnen? (ich habe über wandernde Zähne, Probleme wegen dem Gegenstück-Zahn oben und Schwierigkeiten bei späteren Implantaten gelesen)

    Bleibt hier dann eine Lücke oder muss da ein Implantat hin?

    Vielen Dank!

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Ja, auch ein Zahn, an dem eine Wurzelkanalbehandlung eingeleitet wurde kann Schmerzen verursachen. Beispielsweise kann noch Restgewebe im Kanalsystem zurückgelassen worden sein. Manchmal ist es auch nicht mögliche ein komplettes Wurzelkanalsystem in einer einzigen Sitzung ausreichend chemische und mechanisch zu instrumentieren. In einer zweiten Sitzung muss dann die Behandlung fortgesetzt werden.
      Des Weiteren können die Schnerzen aber auch von dem hinteren Zahn ausgehen. Meine Frage: welcher Zahn ist der hinteste Zahn?

    • Danke. Der hintere Zahn ist der letzte Backenzahn hinten links unten. Weisheitszähne habe ich nicht mehr.
      Wie kann man feststellen, ob der Zahn mit der Wurzelbehandlung noch eine weitere Behandlung erfordert?

  20. Hallo,

    ich hatte vor ca. 2,5 Monaten aufgrund von Schmerzen im linken Backenbereich einen (bereits zurückgezogenen) Nerven gezogen bekommen (unterer Backenzahn). Das war erstmal eine Schmerzbehandlung mit dem Ziel dann eben eine Wurzelbehandlung durchzuführen.
    Die Schmerzen sind dann auch besser geworden.

    Da ich lang nicht mehr beim Zahnarzt war wurde auch 1 Monat später ein Check gemacht. Ich wusste das ich oben lins Karies war, was dann auch auffiel. Wir haben dann eine Behandlung von 3 Karieszähnen oben gemacht, wo dann schon die Aussage war, „der sitzt so tief, wir müssen schauen, ob sich die Zähne wieder beruhigen“.

    Die Bilder nach der Behandlung zeigten dies auch, die Zähne sahen innen eher nach schwarzem Stein als nach Zahn aus.

    Dann habe ich ca. 1 Woche Schmerzmittel genommen (Ibu, Para). Als ich die Schmerzmittel in der 2ten Woche abgesetzt habe wurden die Schmerzen immer stärker und ich musste teilweise 3-5 Paracetamol am Tag nehmen (Ibuprofen vertrage ich nicht richtig). Also wieder zu Zahnarzt und dann ging die ganze Geschichte erst richtig los. Ziel war es einen Zahn nach dem anderen abzuklären. In den letzten 4 Wochen habe ich bei den beiden vorderen Zähnen jeweils eine Heilinjektion bekommen, dann wurde der Nerv gezogen und bereits eine Wurzelbehandlung begonnen. Zwischendrin wurde auch die Wurzelbehandlung unten begonnen, wobei dieser Bereich im Vergleich zu oben in Ordnung scheint.

    Der Arzt meint, er wolle die Zähne erhalten und er versucht nach und nach abzuklären ob es besser wird.

    Da die Schmerzen dann vor 2 Wochen nach der Wurzelbehandlung der beiden Zähne oben besser wurden (1 Tablette am Tag), aber nicht richtig gut wurden, wurde jetzt für kommenden Freitag noch ein Termin vereinbart, bei dem der kariesbetroffene Weisheitszahn oben links entfernt wird und der kariesbehandelte Zahn davor nochmals geöffnet wird (erstmal kein Nerv ziehen). Die beiden Zähne reagieren auf Luft mit Schmerz mittel-stark.

    Das Problem ist: Seit gestern abend habe ich wieder starke Schmerzen links oben, die ich mit Schmerzmitteln (ibu 400mg und Para 500mg) nicht richtig in den Griff bekomme.

    Ich versuche jetzt einen Termin zu bekommen, habe aber so langsam Angst das da was grundsätzliches nicht stimmt. Es wird behandelt, dann gehts wieder so ein bisschen, dann wird es wieder schlimmer und so weiter.

    Ich hab auch zu ihm gesagt, er kann mir alle Zähne ziehen hauptsache die Schmerzen sind weg, habe aber auch Verständnis wenn er erstmal versucht zu erhalten. Nur mit fehlt so langsam der Glaube das es jemals wieder besser wird oder ich habe die Befürchtung, dass sich das was Schlimmeres entwickelt und wir nur so an der Oberfläche rumwerkeln.

    Daher die Frage, ob sie die Vorgehensweise des Arztes erstmal so auf die weite Sicht ok finden oder welche Ansätze es noch gibt mir zu helfen? Vielleicht Kieferuntersuchung?

    • Dr. Anja Schabel:

      Lieber Patient,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Danke für die ausführliche Darlegung Ihrer Krankengeschichte. Leider ersetzt die Beschreibung von Zahnschmerzen keine klinische und röntgenologische Untersuchung. Ich kann Ihnen daher nur sehr allgemein antworten. Korrekt ist, dass sich bei tiefen Kariesstellen der Zahnnerv entzündet und eine Wurzelbehandlung notwendig werden kann. Lesen Sie hier: http://www.zahnschmerzen.net/ursachen/karies/ mehr zum Thema Karies. Die Wurzelkanalbehandlung bei Backenzähnen (Molaren) kann mitunter sehr kompliziert sein. In diesem Beitrag können Sie sich zum Thema Wurzelbehandlung informieren. Richtig ist auch, dass ein kariös zerstörter Weisheitszahn höllische Zahnschmerzen auslösen kann. Es ist in der Regel empfehlenswert stark zerstörte Weisheitszähne ziehen zu lassen. Auch zu diesem Thema können Sie sich auf dieser Ratgeberseite (http://www.zahnschmerzen.net/ursachen/weisheitszahn/) informieren.
      Sind, wie in Ihrem Fall, mehrere Zähne betroffen, ist es in der Tat häufig nicht so einfach den „schludigen“ Zahn zu „finden“. Da Sie wieder zu Schmerztabletten greifen, sollten Sie sich rasch bei einem Zahnarzt vorstellen, um nochmal eine klinische Untersuchung durchführen zu lassen. Eventuell kann zum jetzigen Zeitpunkt eine bessere Diagnostik durchgeführt werden. Röntgenbilder sind ein wichtiger Teil der Diagnostik.
      Ich habe noch eine Frage: waren die Zähne im Oberkiefer links vor der Behandlung völlig schmerzfrei?
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

    • Nein, die Zähne waren leicht schmerzhaft und das schon länger. Aufgrund einer leichten Zahnarztpanik wurden dieses Zähne aber lange nicht behandelt und der Karies wurde immer schlimmer.

      Die Schmerzen führten aber zu keinen Problemen im täglichen Leben, eben nur das eher rechts gekaut wurde.

      Die Schmerzen sind aktuell nicht besser, ich habe leider erst morgen einen Termin, da heute keiner mehr verfügbar war.

      Ich habe etwas Angst vor einer chronischen Entzündung die jetzt aufgebrochen ist, da ist aber mein Wissen zu gering.
      Ich bin aktiv in Behandlung aber die Dauer der Schmerzen und jetzt wieder die exterm harten Schmerzen machen mich so langsam ratlos.

    • Dr. Anja Schabel:

      Es ist sehr gut, dass Sie Ihre Zahnarztangst überwunden haben und sich behandeln lassen. Leider kann es im Rahmen von tiefer Karies immer zu einer Wurzelbehandlung kommen. Eventuell sind die Zähne aber nur „gereizt“ und reagieren deshalb mit Schmerzen. Ihr Zahnarzt möchte sicherlich versuchen, die Zähne ohne Wurzelkanalbehandlung „Lebendg“ zu erhalten.
      Ein noch lebender Zahn, also ohne Wurzelbehandlung, kann in der Regel keine chronische Entzündung auslösen. Entzündungen im Kiefer gehen in der Regel von toten aus. Tote Zähne spüren keine Kälte mehr. Es muss nicht jeder tote Zahn wurzelbehandelt sein. Manche Zähne „sterben“ auch ohne Schmerzen ab. Eine chronische Entzündung lässt sich gut anhand eines RÖntgenbildes diagnostizieren. Es liegt dann in der Regel ein dunkler Schatten um die Wurzelspitze. Beispielhaft können Sie sich hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/ einen röntgenologisches Befund ansehen, bei dem die betroffene Zähne an einer sogenannten Parodontitis apicalis erkrankt sind.

    • Möchte hier noch ein Ergebnis hinterlassen:

      Es war soweit heute ersichtlich der 3te Karieszahn. Nach einer Kortison Schmerzmittel(füllung) in den 3 bereits behandleten Zähnen zeigte sich dass der 3te Karieszahn, der noch einen Nerv hatte ziemlich heftige Aufbissschmerzen verursachte.

      Mit dem klaren Schmerz an diesem Zahn wurde dann auch hier die Wurzelbehandlung begonnen und nach dem Öffnen des Zahnes meinte der Arzt auch direkt zum Glück, da dieser bereits begonnen hatte zu verwesen (der Nerv so wie ich es verstanden habe).

      Am Montag wurde der Zahn bereits maschinell aufgearbeitet und seit Freitag letzte Woche benötige ich keine Schmerzmittel mehr, außer 1 Tabletten 2mal für die Behandlungsschmerzen und -entzündungen.

      Im Rückblick war es wohl nicht vermeidbar, dass alle 3 Kariesbehandlete Zähne wurzelbehandelt werden. Problem war, dass der Arzt Zahn für Zahn abgeklärt hat und sich so bei den jeweils übrigen Zähnen der Schmerz hochentzündet hat.

      Naja hoffe dass es jetzt stabil bleibt und kann jetzt mitreden, was es heisst wochenlang Schmerzmittel zu nehmen und extreme Zahnschmerzen zu haben.

  21. Hallo Frau Dr. Schnabel,
    ich habe im Oktober 2012 im Oberkieferbereich 24-27 und Unterkieferbereich 35-37 neue Kronen erhalten. Ich kann seit dieser Zeit auf der linken Seite nicht mehr richtig zubeissen.Ich habe meinen Zahnarzt mehrmals darauf hingewiesen. Er hat es mit Abschleifen versucht – ohne Erfolg. Anfangs konnte ich nicht genau lokalisieren, wo genau der Schmerz verursacht wird. Jetzt habe ich festgestellt, dass die Beschwerden von einem Backenzahn im Oberkiefer ausgehen. Dieser Zahn ist wurzelbehandelt. Ich habe mir jetzt eine 2. Meinung eines Zahnarztes eingeholt, da die Gewährleistung der Kronen im Oktober abläuft. Die Kronen sitzen korrekt. Es wird aber vermutet, dass die Einbringung des Zahnstifts einen feinen Haarriss verursacht haben könnte und so eine permanente Entzündung vorliegt. Der neue Zahnarzt möchte mir nun den Zahn ziehen, was bedeuten würde, dass zusätzlich zwei neue Kronen mit entfernt
    werden müssten, da ich eine Brücke brauchen würde. Laut Auskunft des neuen Zahnarztes käme in diesem Fall die Gewährleistung nicht in Frage.
    Jetzt bin ich etwas verunsichert, da ich ja für diesen Haarriss nicht verantwortlich bin. Muss ich wirklich nach nicht einmal zwei Jahren wieder bezahlen? Liebe Grüße Ingrid

  22. Guten Tag,

    vor 4 Wochen wurde eine Wurzelbehandlung am hinteren unteren Backenzahn durchgeführt. Seit einigen Tagen kommt es immer wieder zu kurzen Wellenartigen Schmerzen die 2-3 mal am Tag auftreten. Mir wurde nun clindamycin verschrieben um die Restbakterien zu töten… Ist diese Methode erfolgversprechend? Bzw. ist eine Resektion unumgänglich?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Tom,
      meine erste Frage lautet: ist die Wurzelkanalbehandlung abgeschlossen? Dies bedeutet, wurden die Wurzelkanäle bereits gefüllt? Hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ können Sie mehr zum Thema Wurzelbehandlung lesen.
      Gute Besserung!

    • Hallo Frau Dr. Schnabel,

      ja, der Zahn ist komplett verfüllt. Eine Resektion möchte ich nicht machen. Meine letzte war insgesamt sehr schmerzhaft und ein Jahr später musste der Zahn raus. Kann Clindamycin die beginnende Wurzelspitzenentzündung ausheilen oder ist eine Ex des Zahns unumgänglich?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Tom,
      vielen Dank für die zusätzliche Information. Bei einem bereits abgefüllten Zahn, der persistierende Zahnschmerzen verursacht, gibt es neben der Wurzelspitzenresektion (http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/) die Therapiemöglichkeit der Revision. Bei einer Revision wird die alte Wurzelfüllung aus dem Wurzelkanalsystem entfernt. Dieses Procedere kann sehr aufwendig sein und einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Anschluss wird das Kanalsystem erneut chemisch und mechanisch gereinigt und gefüllt. Diese Behandlung ist sehr aufwendig, daher wird Sie nicht vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Lesen Sie hier mehr über eine Revisionsbehandlung http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/.
      Gute Besserung

    • Hallo Fr. Dr. Schabel,

      vielen Dank für Ihren Expertenrat. Also ist eine alleinige Behandlung mit Clindamycin wohl nicht allein ausreichend?

  23. Danke für die Antwort. Ich habe es gelesen und es traf vollkommen ihr Antwort. Meine Schmerzen waren nach 2 Tage wieder weg.

  24. Hallo, gestern nun war die WSR vom Schneidezahn (2.1), und bis auf die unangenehme Spritzen war es erstaunlich gut zu ertragen. Das entzündete Gewebe wurde gut entfernt und die gekappte Spitze verschlossen. Gefühlte 15 min ….heute nun ist die Oberlippe stark geschwollen und es schmerzt doch etwas; aber es ist zu ertragen. Der Zahn tut NOCH weh beim Aufbeißen; aber es fühlt sich definitiv anders an als vor der OP. Wie lange muss ich denn rechnen bis die Schmerzen vergehen und der Zahn sich wieder beruhigt hat?? Kühle in Abständen immer wieder und hoffe sehr; dass nun alles besser wird… liebe Grüsse

  25. Hallo habe nun auch schon seid einigen Tagen Zahnschmerzen im Oberkiefer.

    Mein Zahnarzt meint das es mit der Kieferhöhle zusammenhängt, wenn ich den betreffenden Zahn mit Wasser kühle geht es immer etwas,der ist aber schon vor 10 Jahr einer Wurzelbehandlung unterzogen wurden.Komischerweise helfen keine Paracetamol 500.
    Was kann das denn sein.Danke

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Herr Henke,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider ersetzen die von Ihnen dargelegten Sachverhalte keine klinische und röntgenologische Untersuchung beim Zahnarzt. Zahnschmerzen im Oberkiefer können immer in Assoziation mit der Kieferhöhle stehen. Die Wurzelspitzen ragen im Bereich der Backenzähne im Oberkiefer häufig in die Kieferhöhle. Aber auch ein bereits wurzelkanalbehandelter Zahn kann Schmerzen auslösen. Über eine Entzündung an einem bereits wurzelgefüllten Zahn können Sie hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/ mehr lesen. In Zusammenhang mit der klinischen Kontrolle ist das Anfertigen eines Röntgenbildes von großer Bedeutung, um genau beurteilen zu können, ob die Wurzelspitzen „gesund“ (ohne Parodontitis apicalis) und ob es eine anatomische Lagebeziehung zur Kieferhöhle besteht. Wenn die Möglichkeit besteht, dass die Kieferhöhle beteiligt ist, sollten Sie sich zusätzlich zum Zahnarzt bei einem HNO Arzt vorstellen.

  26. Guten Tag,
    bei mir wurde vor 2,5 Wochen eine Wurzelbehandlung am Zahn 46 abgeschlossen. Die Wurzelkanäle wurden dabei elektronisch ausgemessen und konnten komplett aufbereitet werden, auch wenn in der Krümmung eines Kanals ein Feilenstück von der inititalen Wurzelbehandlung verblieben ist. In den letzten 2 Wochen war ich schmerzfrei, seit gestern ist der Zahn aber sehr klopfempfindlich und latent unangenehm, wenn auch nciht richtig schmerzhaft. Ich befürchte, dass Bakterien verblieben sind und dies ggf. der Beginn einer Entzündung ist. Letztlich kann ich wohl selbst nicht viel tun, außer den Zahn röntgen zu lassen? Oder kann so eine Klopfempfindlichkeit nach über 2 Wochen nach Beha ndlung noch auftreten und von alleine weggehen?
    Ich danke Ihnen für eine kurze Einschätzung!

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sophie,
      das hört sich doch gut an. Die elektrische Längenmessung ist ein wichtiger Bestandteil der Wurzelbehandlung. Aber sagen Sie mir doch bitte, was Sie mit dem Satz, “ […]auch wenn in der Krümmung eines Kanals ein Feilenstück von der Initialen Wurzelbehandlung verblieben ist […]“ genau meinen?

    • Ja, bei der ersten Behandlung ist, wie sich später im Röntgen herausstellte, leider ein Stück der Feile im Wurzelkanal abgebrochen. Eine andere Zahnärztin, die dann mit maschinellen Feilen und der elektr Ausmessung gearbeitet hat, konnte das abgebrochene Stück bei der Aufbereitung der 4 Kanäle leider nicht entfernen, sie sagte aber, da es steril sei und der Wurzelkanal bis zur Spitze aufbereitet werden konnte, könnte das Stück verbleiben.

    • Dr. Anja Schabel:

      Leider ist die Fraktur eines feinen Wurzelkanalinstrumentes eine Komplikation, die sich nie ausschließen lässt. Auch bei exakter Pflege der Instrumente kann eine Fraktur nie ausgeschlossen werden. Um auf Ihre ursprüngliche Frage zurückzukommen. Die Druckbeschwerden können wieder zurückgehen. Beobachten Sie am besten Ihren Körper gut. Sollten die Schmerzen stärker werden, empfehle ich Ihnen erneut die Zahnärztin aufzusuchen, die die Wurzelkanalbehandlung durchgeführt hat.

    • Vielen Dank, es ist gut zu wissen, dass Hoffnung besteht!

  27. Hallo liebe Fr. Schabel,

    danke für die lieben Worte und die tollen infos – habe es so gemacht, Antibiotika, wenn nötig Schmerztablette (Ibu-Lysin) und viel trinken. Rauchen tu ich zum Glück nicht, aber gern mal ein Glas Wein trinken – das habe ich dann auch weggelassen… bei dem Wetter eh besser! Ich bin relativ gut über die Pfingsttage gekommen und morgen früh sitze ich dann um 8 beim Kieferchirurg und harre der Dinge, die da auf mich zukommen. Ich bin froh wenn dieser unangenehme Schmerz ausgestanden ist – Wundschmerz vergeht; Entzündungen kaum ohne richtige Behandlung… haben Sie vielen Dank und ich werde an Sie denken morgen früh – hoffentlich – und das ist meine größte Sorge – wirkt die Spritze/Betäubng überhaupt, bei dem Entzündungsgrad der bösen, fiesen Wurzelspitze…. Lieben gruß, Michaela

  28. Hallo,
    ich hatte gestern eine Wurzelbehandlung am Schneidezahn.Habe vom Zahnarzt Antiobiotika und Schmerzmittel bekommen,weil ich nach der Behandlung noch Schmerzen am Schneidezahn hatte. Seit heute morgen hab ich jedenfalls keine Zahnschmerzen mehr, jedoch Druchschmerzn oberhalb der Lippe und neben der Nase.
    Meine Frage ist, ob es normal ist oder ob ich lieber nochmal zum Zahnarzt gehen sollte?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Markus,
      so wie Sie die Wurzelbehandlung beschreiben, ist die Behandlung möglicherweise noch nicht abgeschlossen.
      Der von Ihnen beschriebene Druckschmerz ist nicht ungewöhnlich. In der von Ihnen beschriebenen schmerzenden Region neben der Nase ist die Wurzelspitze. In dieser Region kann sich eine mögliche Entzündung, die sogenannte Parodontitis apicalis, befinden. Sie sollten auf jeden Fall den Sonnenkontakt meiden, die betroffene Stelle kühlen und das Antibiotika einnehmen wie verordnet. Des Weiteren würde ich Ihnen empfehlen Ihren behandelnden Zahnarzt erneut zu konsultieren, auch, um das weitere Procedere zu besprechen.

  29. Mir wurde vor einigen Jahren dieser zahn unten links 6er wurzelbehandelt. Jetzt wollte ich eine weiße Füllung machen lassen und dann sah mein Zahnarzt das die Wurzelfüllung undicht ist und er borte bzw. reinigt die wurzelkanäle und machte den Zahn mit provisorischer Füllung zu. Nach 5 Tagen begann er zu schmerzen. Meine Frage ist das normal, wenn ja wie lange muß ich damit rechnen?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Manuela,
      wenn ich Sie richtig verstehe, hat Ihr Zahnarzt begonnen eine bereits durchgeführte Wurzelfüllung zu revidieren. Unter dem Begriff Revision versteht man das Entfernen von Wurzelfüllmaterial aus den Wurzelkanälen, um das Wurzelkanalsystem erneut zu reinigen und im Anschluss besser zu füllen. Hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ können Sie weitere Informationen zu diesem Thema einholen. Während einer solchen Behandlung, vor allem, wenn eine Wurzelfüllung nicht dicht und/oder infiziert ist, arbeiten Zahnärzte häufig in einem bakteriell besiedelten Gebiet. Das Instrumentieren dieser infizierten Kanäle kann zu einer Immunabwehr des Körpers kommen, die mit Zahnschmerzen verbunden sein kann. In der Regel legen sich die Zahnschmerzen innerhalb kurzer Zeit wieder. Allerdings kann es nötig werden, dass der behandelnde Zahnarzt den Zahn vor der endgültigen neuen Wurzelkanalfüllung noch einmal spülen muss und ein Medikament als Zwischeneinlage in den Zahn einbringt. Es ist generell sehr wichtig insuffiziente Wurzelfüllungen zu erneuern, bevor der betroffene Zahn mit einer neuen Restauration (z. B. Krone) Krone versorgt wird. Die Wurzeln stellen das Fundament des Zahnes dar. Dieses muss gesund sein. Es würde ja auch niemand ein Haus ohne ordentliches Fundament bauen.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung und hoffe Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen zu können,
      A. C. Schabel

  30. Guten Tag!
    Mir ist ein vor Jahren an der Wurzelspitze behandelter unterer Backenzahn beim Zubeißen einer Nuss gebrochen. Er hatte in der Krone einen Längsriss. Es hat nicht wirklich wehgetan. Nur wenn man ständig mit der Zunge dran gespielt hat. Ich bin zum Zahnarzt und er hat ihn mir gleich gezogen. So schnell konnte ich gar nicht denken. Und jetzt bereue ich es so sehr! Muss ein Zahn, der in der Zahnkrone ein Riss hat, wirklich gleich gezogen werden? Auf dem Röntgenbild war an der Wurzel kein Riss zu sehen. Abgesehen davon, dass mir nach dem Ziehen auch oben alle Zähne wehtaten, hab ich jetzt am benachbarten Zahn ein Schmerz, wenn man draufklopft. Auch mir der elektrischen Zahnbüste kann ich ihn nicht reinigen. Das tut zu sehr schmerzen. Ist davon auszugehen, dass sich da was entzündet hat, oder kann es noch davon kommen, weil die Wunde ja noch nebendran erst am verheilen ist?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Luise,
      leider gibt es für Zähne, die einen durchgehenden Riss haben, keine andere Alternative als die Extraktion. Auf einem Röntgenbild lässt sich die sogenannte Längsfraktur in der Regel nicht diagnostizieren. Meist ist es die klinische Untersuchung, die zur Diagnose Längsfraktur führt. Ein weiterer Grund für die Notwendigkeit einer Zahnentfernung kann neben einer Längsfraktur die tiefe Fraktur der Zahnkrone unterhalb des Zahnfleisches sein. Dann hat die Zahnmedizin manchmal auch mit einer chirurgischen Kronenverlängerung keine Chance mehr den Zahn mit einer Krone oder Füllung keimdicht und langfristig zu versorgen. Die Extraktion ist die Folge. Die Zahnschmerzen am Nachbarzahn können von der Extraktionswunde kommen. Ich würde Ihnen empfehlen den nun schmerzenden Nachbarzahn im Rahmen der post-operativen Kontrolle untersuchen zu lassen. Vermutlich ist auch eine röntgenologische Untersuchung auf dem bereits angefertigten Röntgenbild möglich.

  31. Guten Morgen und vielen dank!
    Scheint tatsächlich auszustrahlen.
    Jetzt war ich Freitag, weil es mir abgesehen von Donnerstag Nacht richtig gut ging etwas aktiver. Jetzt schmerzt der Zahn wieder mehr.
    Muss ich mit einer medizinischen Füllung, die den Zahn beruhigen soll, mich auch ruhiger verhalten, um keine zusätzlichen reize aufzubauen?
    Und bleiben die schmerzen bis zur endgültigen Behandlung oder gehen die auch irgendwann weg? Wie lange sollte ich warten, bevor ich mich bei meinem Arzt melde?
    LG,
    Sarah

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sarah,
      es freut mich, dass es Ihnen besser geht. Meine Empfehlung bzgl. körperlicher Tätigkeit heißt in diesem Fall: hören Sie in sich hinein. Der Körper zeigt einem eigentlich ganz deutlich auf, ob er Ruhe braucht. Typischerweise können im Rahmen einer Wurzelbehandlung Kieferschmerzen auftreten. Dieser Schmerz im Kiefer wird in der Regel als pochender Schmerz von Patienten beschrieben. Sollten solch ein Zahnschmerz oder andere ausstrahlende Schmerzen auftreten, ist es sinnvoll ein bisschen kürzer zu treten. Eine weitere Empfehlung bei wieder auftretenden Zahnschmerzen lautet, die direkte Sonne zu meiden.
      Mit der sogenannten Medikation (Salbe im Zahn) ist eine Wurzelkanalbehandlung nicht abgeschlossen. Betroffene Zähne müssen im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung mechanisch und chemisch gereinigt werden. Es ist sehr individuell, je nach Zahnarzt und Zahn, wie häufig Sie sich im Rahmen einer Wurzelbehandlung bei Ihrem Zahnarzt vorstellen müssen. Hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ können Sie mehr zum Thema Wurzelkanalbehandlung erfahren. Ein denkbarer Zeitpunkt, um sich erneut beim Zahnarzt vorzustellen, könnte nach 3 bis 7 Tagen sein.
      Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Besserung,
      A. C. Schabel

  32. Hallo! Ich war heute morgen bei einer Wurzelbehandlung. Entzündeter nerv und so.
    Alles super gelaufen.
    Und da ich ohne Betäubung das ganze machen musste. Merke ich jetzt schon ne Besserung.
    Super ZA.
    Nur merke ich jetzt auch im oberkiefer genau da drüber Kiefer schmerzen.
    Ist der nur überreizt, oder sollte ich mich nochmal bei meinem ZA melden?

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sarah,
      ich freue mich sehr, dass Ihre Zahnschmerzen durch die Wurzelbehandlung deutlich besser geworden sind. Bezüglich des Antagonisten (der Zahn im anderen Kiefer, auf den der betroffenen Zahn aufbeißt) sind beide von Ihnen angesprochenen Möglichkeiten denkbar. Es könnte ein sehr seltener Zufall sein und dieser bisher unbehandelte, aber dennoch schmerzende Zahn ist auch behandlungsbedürftig. Des Weiteren könnte es auch sein, dass Ihr ganzes oro-faziales System durch die Wurzelbehandlung momentan in Unruhe ist und Schmerzen beispielsweise ausstrahlen. Gönnen Sie sich ein bisschen Ruhe und Zeit. Eventuell ist es hilfreich die betroffene Stelle zu kühlen. Sollten sich die Schmerzen verschlechtern, sollten Sie sich auf alle Fälle bei Ihrem Zahnarzt erneut vorstellen und die betroffene schmerzende Region untersuchen lassen. Der Zahnarzt wird den betroffenen Zahn klinisch und röntgenologisch untersuchen.
      Weiterhin gute Besserung

  33. Hilfe :-( … als erstes tut es gut dass ich mit meinen Schmerzen wohl nicht alleine bin – aber helfen tut das natürlich nicht. Ich habe eine Wurzelbehandlung am 21 (Schneidezahn oben links) hinter mir, die Entzündung war recht hartnäckig, ich war 3 x zum Spülen und reinigen dort, ehe letzten Dienstag der Stift eingesetzt wurde und der Zahn verschlossen. Direkt danach und am nächsten Tag war alles ruhig; aber dann fing der Zahn an weh zu tun (Druckschmerz, und ab und an Pochen); mittlerweile tut es unterhalb der Nase links über dem Zahn weh, auch wenn ich Nase outze ist es unangenehm. War auch schon bei meiner Zanhärztin, diese sagt dass dann wohl nur eine WSR noch hilft (hatte bereits 2 in den letzten 12 Monaten, es ist erträglich, wenn auch unangenehm; besonders wenn noch Entzündung vorhanden). Da ich ein absoluter Schisser bin was Zähne und Gesicht angeht und ich Schmerzen momentan auch extremst empfinde (mein Arzt sagt Allgemeinzustand ist eben nicht top); habe ich jetzt natürlich panische Angst… die WSR soll am Mittwoch nächster Woche stattfinden, mein Chirurg quetscht mich dazwischen (sonst wäre erst Termin Ende Juni frei, bis dahin bin ich k.o.) …. Montag Abend habe ich angefangen, Antibiotika zu nehmen, aber so richtig wirken tut es nicht…. Schmerzmittel nehme ich wenn es gar nicht mehr geht, 1-3 Tabletten am Tag…. heute abend bin ich nochmal bei ZA wegen Anpassung Knirscherschiene, da werde ich ihr auch nochmal sagen dass es nciht besser wird… aber WAS kann ich tun, damit ich bis Mittwoch aushalte???? Ich gebe mir größte Mühe durchzuhalten, aber manchmal laufen die Tränen – aus Schmerz, aber auch vor Angst… ich will den Zahn nicht verlieren… und ich will endlich einmal wieder schmerzfrei und ohne Probleme sein!!!!!

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Frau Meier,
      Sie haben ja eine Odyssee hinter sich. Es ist für Patientin immer schade, wenn im Rahmen einer Wurzelbehandlung eine Wurzelspitzenreaktion (http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelspitzenresektion/) durchgeführt werden muss. Leider können wir Ärzte das Kanalsystem nur reinigen, die „Heilung“ muss Ihr Körper anregen. Ihr Kommentar, das Ihr Allgemeinzustand nicht mit 100% zu beschreiben ist, ist diesbezüglich sehr interessant. Ich empfehle Ihnen die betroffene Stelle zu kühlen. Kühlen Sie nicht zu lange. Nach 15 bis 30 Minuten sollten Sie eine Pause machen. Meiden Sie die Sonne, auch, wenn es momentan sicherlich schwer fällt. Sollten Sie rauchen, empfehle ich Ihnen dringend auf Nikotin zu verzichten. Auch im Rahmen der post-operativen Beschwerden wird sich der Verzicht auf Nikotin auszeichnen. Die Wundheilung bei Nichtrauchern ist deutlich besser. Sollten sie zu klassischen Schmerzmitteln (http://www.zahnschmerzen.net/was-tun/schmerztabletten/) greifen, ist Ibuprofen das Mittel der Wahl so lange aus humanmedizinischer Sicht nichts dagegen spricht. Auf Aspirin (ASS, Acetylsalicylsäure) gilt es zu verzichten. Durch Aspirin wird die Blutverdünnung irreversibel gehemmt. Daher darf vor einem operativen Eingriff kein Aspirin eingenommen werden. Als Hausmittel sind Gewürznelken gegen Zahnschmerzen zu empfehlen. Hier http://www.zahnschmerzen.net/was-tun/gewuerznelken/ können Sie mehr über Gewürznelken lesen.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung,
      A. C. Schabel

  34. Hallo,
    Ich komme gerade auch vom Zaharzt. Unter einer Krone habe ich furchtbare Schmerzen. Der Backenzahn hatte vor Jahren schon eine Wurzelbehandlung. Der Bereich um den Zahn ist sehr geschwollen und es pocht auch schon.
    Der Arzt sagt mir er kann da gerade gar nichts tun. Erst wenn die Entzündung abgeklungen ist, nach einer Woche Penizilin, könnte er den Zahn aufmachen.
    Ist das so?
    Trotz Schmerzmittel gehe ich gerade auf dem “ Zahnfleisch“.
    Vielen Dank fachen mal für einen Hinweis und Rat.
    Grüße Sanine

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Frau Koehne,
      es dauert einen Weile bis die Schmerzmittel und die Antibiose wirken. Versuchen Sie die betroffene und geschwollene Region zu kühlen. Ebenfalls empfehle ich Ihnen die Sonne zu meiden und falls Sie Raucherin sind, nicht zu rauchen. Leider geht aus Ihrer Beschreibung nicht vor, welche Art von Eingriff geplant ist.
      Im akuten Zustand einer solchen Entzündung kann es manchmal hilfreich sein den Schmerz mit einer Betäubung (Spritze) zu unterbrechen, damit von Zahnschmerzen betroffene Patienten „durchschnaufen“ können und sich nicht zusätzlich verkrampfen.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

    • Liebe Frau Dr. Schabel,
      Vielen Dank für ihre Antwort und die Vorschläge.
      Ähnliches sagte mir der ZA heute auch. Da er ein Vertretungsarzt war wollte er sich nicht mit der späteren Behandlung festlegen.
      Er gab mir heute sogar eine Spritze, als diese nachließ hatte ich den Eindruck es war schlimmer als
      vorher.
      Wenn ich Sie und die anderen Artikel richtig verstanden habe, soll ich Geduld haben und tapfer sein.
      Ich gebe mein bestes und nehm gleich noch eine IBU;-)
      Vielen Dank und Grüße
      SKK

  35. Guten Abend,
    Ich hatte vor 18 Tagen eine Wurzelbehandlung unten am letzen Backenzahn. Leider waren die Schmerzen danach stärker als vorher, so das der Zahn wieder aufgemacht wurde und ich für 10 Tage ein Antibiotikum bekommen habe. Die Schnerzen sind nicht besser geworden, im Gegenteil darufhin wurde ich in die Zahnklinik uberwiesen. Dort wurde der Zahn nochmal gereinigt, mit Medikamenten versorgt und provisorisch zugemacht. Das Röntgenbild wies keine Entzündungen oder sonstiges auf, obwohl mir mmittlerweile auch die oberen Zähne schnerzen. Leider konnte ich die provisorische Füllung nicht aushalten und habe ihn geöffnet. Ein erneuter Besuch bei meiner ZA gestern stand ab, der Zahn bleibt erstmal weiterhin offen und in einer Woche soll ich mich erneut vorstellen. Schnerzen habe ich immernoch, druckempfindlich, pochen und ziehen. Das größte Problem ist das ich in gut vier Wochen in den Urlaub fliege. Kann da irgendwas durch den Luftdruck passieren? Meine ZA gibt mir zur Vorsicht ein Antibiotikum mit. Was soll ich jetzt machen? Ist die Dauer der Schmerzen normal? ZA möchte den Zahn ungern ziehen.
    Vielen Dank im voraus.

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Frau Wassermann,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile etwas besser. Leider kann eine Ratgeberseite keinen Arztbesuch und die damit verbundene Untersuchung plus Röntgendiagnostik ersetzen. Ich kann Ihnen daher leider nur sehr allgemein auf Ihre Fragen antworten.
      Die generelle Lehrmeinung in der Zahnmedizin lautet momentan Zähne nur für einen kurzes Zeitraum „offen zu lassen“. Ich möchte Ihnen das kurz erklären. Zwar empfinden Patienten initial nach Öffnung und offen lassen des schmerzenden Zahnes eine gewisse Erleichterung, doch das ganze Wurzelkanalsystem ist dem Speichel und den Nahrungsresten ausgesetzt. Im Speichel und in Nahrungsresten befinden sich Bakterien. Das Ziel einer Wurzelbehandlung ist das Eliminieren von Bakterien im Sinne der maschinellen und chemischen Desinfektion des Wurzelkanalsystems. Haben sich die Bakterien in einem Wurzelkanalsystem zum sogenannten Biofilm organisiert, zum Beispiel durch den Speichel, ist es schwieriger die Wurzelkanäle zu reinigen und damit sinkt die Langzeitprognose des Zahnes.
      Bei anhaltenden Zahnschmerzen könnte eine Verdachtsdiagnose Fraktur des schmerzenden Zahnes lauten. Frakturen eines Zahnes sind röntgenologisch kaum zu erkennen und in der Regel klinisch zu diagnostizieren. Hat ein Zahn tatsächlich einen durchgängigen Riss muss dieser entfernt werden.
      Zur kurzfristigen Schmerztherapie ist Ibuprofen das Mittel der Wahl, soweit aus humanmedizinscher Sicht nichts dagegen spricht. Auch Gewürznelken können gegen den Zahnschmerz helfen. Kühlen hilft ebenfalls bei Zahnschmerzen. Den direkten Sonnenkontakt sollten Sie meiden.
      Da der Urlaub erst in vier Wochen ist, haben Sie noch genug Zeit für weitere Therapieschritte. Stellen Sie sich regelmäßig bei Ihrem Zahnarzt vor.
      Zahnärzte, die sich auf Wurzelkanalbehandlungen spezialisiert haben, sind Endodontologen. Auf Endodontie spezialisierte Zahnärzte arbeiten in der Regel mit starken Lupenbrillen oder mit einem dentalen OP Mikroskop. Mit Hilfe dieser Sichtvergrößerungen können diese Ärzte oft mehr sehen und genauer arbeiten. Von den gesetzlichen Krankenkassen wird so eine Behandlung in der Regel nicht übernommen.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung,
      A. C. Schabel

  36. Nach Nerven Totung wurde mir Zahn korrrekt gefuehlt. In paar Jahren wurde mir die Fuellung – Bllombe ausgefallen. Dann ging ich zum Arzt und er hat mir wieder den Zahn gefuehlt
    – bllombiert.Nahher wegen starke Schmerzen musste ich wieder die Fuehlung entfernen. Aber Schlimme daran ist dass Heute tut mir sehr Weh obwohl spuere keine Temperaturempfindlichkeit mehr. Was soll ich machen…soll ich den Zahn wegziehen…Schade sicht so gut aus aber nur mit eine Luecke….

  37. Hallo,
    Boa, ich bin fix und foxi. Bei meinen 24er, ist die Pulpa so stark geschädigt, das der Zahnnerv gerade am absterben ist, sagte mein Zahnarzt heute auch. Ich habe einen schlimmen bohrenden Schmerz von den mir ganz schwubbelig wird. Ich Schaffe mir abhilfe in dem ich kurz Wasser in den Mund nehme und spühle, da durch wird der Schmerz für ein par Minuten gestillt. Das geht jetzt schon seit ca 17 stunden so. ich habe seit 30 Stunden nicht mehr geschlafen. Nicht mal die Betäubung beim Zahnarzt hat gewirkt ich habe den Schmerz trotzdem gespührt und als er ihn aufgebohrt hat, da ging mir mal voll einer ab. Jetzt hat er mir ein Medikament in den Zahn gefüllt damit der Zahnnerv absterben kann. Das war heute morgen um 8:30, aber der Zahn ist immer noch aufen terror Trip. Ich bin immer noch alle 10 Minuten am spühlen. Wann zeigt das Medikament den mal eine Wirkung?
    Mit vielen Grüßen

    Daniel

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Daniel,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Ein absterbender Zahnnerv kann sehr starke Zahnschmerzen bereiten. Es gibt auch Fälle, in denen bei der Wurzelbehandlung durch die starke Entzündung die Betäubung nicht ausreichend wirkt. Leider ist mir nicht bekannt, welches Medikament in Ihr Wurzelkanalsystem eingebracht wurde. Ich empfehle Ihnen daher, bei persistierenden starken Zahnschmerzen den Notdienst aufzusuchen. Das Schmerzmittel der Wahl bei starken Zahnschmerzen ist Ibuprofen, soweit keine medizinischen Kontraindikationen bestehen. Des Weiteren kann der schmerzende Bereich mit einem Icepack gekühlt werden. Das wirkt sich beruhigend auf den Zahnschmerz aus. Auch Nelkenöl kann gegen Zahnschmerzen helfen. Hier können Sie mehr zu Gewürznelken bei Zahnschmerzen lesen: http://www.zahnschmerzen.net/was-tun/gewuerznelken/.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung,
      A. C. Schabel

  38. Sehr geehrte Fr. Dr. Schabel!
    Nachdem mir vor ca. einen Jahr ein Stück des unteren Backenzahnes abgebrochen ist, ging ich zum Zahnarzt und erhielt eine Wurzelbehandlung.
    Der behandelnde Zahnarzt meinte das bei dem Zahn eine längere, kräftige Zahnwurzel sei und die müsse vollständig entfernt werden. Es trat nach der ersten oder zweiten Behandlung plötzlich ein Berührungsschmerz am behandelten Zahn auf, mit dem ich bis heute lebe. Aufgrund dieses Berührungsschmerzes waren mehrere Sitzungen notwendig und jedes Mal endete die Behandlung mit einer provisorischen Füllung, die sehr intensiv nach Kampfer roch. Schließlich meinte der behandelnde Zahnarzt, dass das zu lange offen belassen des Zahnes ein Risiko für eine Infektion darstelle und schloss schließlich den Zahn mit einer dauerhaften Füllung.
    Nach ca. 1Monat trat erstmalig ein stark juckender Hautausschlag auf. Der behandelnde Hautarzt im Allergiezentrum diagnostizierte einen mittlerweile chronischen Hautausschlag (Nesselsucht -Urtikaria). Seit dieser Zeit muß ich regelmässig Medikamente (Antihistaminika) einnehmen und sogar für 2Monate Cortison. Er vermute die Ursache sei eine Entzündung im Körper die diese Symptome auslöse und könne auch von einen schlechten Zahn ausgehen.
    Schließlich ging ich zu einen anderen Zahnarzt. Im Röntgenbild ist beim betroffenen Zahn bei der Wurzel eine dunkle Stelle sichtbar. Laut Zahnarzt könne es sich dabei um eine Entzündung handeln. Der Zahnarzt meinte weiter das die Füllung irgendwie bis zum Kieferknochen reiche. Mir wurde erklärt das dies bei einer Wurzelbehandlung passieren könnte. Sprich das die Nadel bei der Wuzelbehandlung zu tief eingeführt wurde, und dadurch vielleicht zu einer Perforation gekommen sei.
    Nun möchte ich sehr gerne ihre Meinung dazu lesen. Kann soetwas wirklich passieren? Kann es dabei auch zu solchen Auswirkungen kommen, wie dieser Hautausschlag?
    Ich habe nun in zwei Wochen einen Termin bekommen, um mit dem Zahnarzt und von ihm aus einen weiteren dazugezogenen Zahnarztkollegen diese Röntgenaufnahme zu besprechen. Sprich, was diese verdunkelte Stelle sei?! Abschließend möchte ich noch sagen das ich mit meinen 38Jahren eine sonst gute, gepflegte Zahnsituation habe, ausser einiger Zahnfüllungen.
    Vielen Dank im Voraus
    Liebe Grüße
    Michaela

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Michaela,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die ausführliche Beschreibung Ihrer Krankengeschichte. Einen Arztbesuch kann eine Ratgeberseite leider nicht ersetzen. Da kein Röntgenbild vorliegt und keine klinische Untersuchung durchgeführt werden kann, ist es mir leider nur möglich sehr Allgemein Ihr Anliegen antworten.
      Uns Zahnärzten ist bekannt, dass Urtikaria möglicherweise durch entzündliche Wurzelspitzen oder zerstörte Zähne etc. ausgelöst werden kann. Hier http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3834683/#CIT0067 können Sie weitere Informationen zu diesem Thema finden.
      Immer häufiger werden Zähne als mögliche Ursache für chronische Erkrankungen ins Feld geholt. Eine entzündete Wurzelspitze, Parodontitis apicalis, lässt sich vor allem anhand eine Röntgenbildes diagnostizieren. Die Wurzelspitzen sind von einem schwarzen Kreis umgeben. Hier http://www.zahnschmerzen.net/therapie/wurzelbehandlung/ können Sie ein Röntgenbild mit einer Wurzelspitzenentzündung sehen. Allerdings kann das umliegende Gewebe einer Wurzelspitze auch durch anatomische Strukturen röntgenologisch dunkler erscheinen. Das Foramen mentale im Unterkiefer und die Kieferhöhlen im Oberkiefer sind Beispiele hierfür. Die röntgenologische Darstellung des vermeintlich infizierten Kanals in einer zweiten Ebene oder eine dreidimensionale Aufnahme (DVT) ist zur korrekten Diagnosestellung und Therapieplanung in manchen Fällen sicher sinnvoll.
      Es ist korrekt, dass man im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung das Ziel verfolgt, das Wurzelkanalsystem chemisch und mechanisch zu reinigen, um kein Restgewebe und keine Bakterien in den Zahnwurzeln zurückzulassen. Leider besteht das Wurzelkanalsystem in der Regel nicht aus ein bis vier geraden Kanälen, sondern ist ein System mit vielen nicht sichtbaren kleinen Verzweigungen und Lakunen. Mittlerweile weiß man, dass die Spülung des Wurzelkanalsystems, vor allem mit Natriumhypochlorid, sehr wichtig für die langfristige Prognose eines Zahnes ist. Zahnärzte versuchen das ganze Kanalsystem bis zur Wurzelspitze mit Instrumenten zu erweitern, um im Anschluss mit ultraschallaktivierten Spüllösungen eine suffiziente Desinfektion durchführen zu können. Diese sehr zeitaufwendige Behandlung ist meist mit Zuzahlungen für den Patienten verbunden.
      Es gibt eine anerkannte Technik, in der man mit sehr dünnen Instrumenten, Nadeln oder Feilen, nicht nur das Wurzelkanalsystem ertastet, sondern bewusst minimal über die Wurzelspitze mit dem Instrument in den Kieferknochen geht. Das nennt sich im Fachjargon: patency. Der Sinn dieser Behandlungsmethode ist es zu jedem Zeitpunkt zu garantieren, dass die Spülflüssigkeit wirklich bis an die Wurzelspitze gelangt und sich an der Wurzelspitze keine Verblockung etabliert. Wer mit patency arbeitet, hat immer das Risiko etwas Wurzelfüllmaterial über den Zahn in den Kieferknochen zu pressen. Man spricht von einem apical Puff. Auch hier ist die Zahnärztewelt gespalten. Die Skandinavier möchten keinesfalls einen Puff an der Wurzelspitze haben, während im amerikanischen Raum sogar ein Puff erwünscht ist. Ein Puff macht bei Verwendung von den richtigen Materialien in der Regel keine Probleme. Die gängigen Wurzelfüllmaterialien sind Guttapercha und ein Sealer. Sealer auf Epoxidharzbasis stellen den Goldtandard dar und der Sealer AH plus wurde letztes Jahr sogar in der Zeitschrift Ökotest bezüglich seiner Biokompatibilität ausgezeichnet. Meiner Meinung nach ist eine vermeintliche Entzündung an der Wurzelspitze nicht auf Fremdmaterial von der Wurzelkanalbehandlung im Kieferknochen zurückzuführen, vielmehr spricht eine Entzündung an der Wurzelspitze für das Persistieren von Bakterien im Wurzelkanalsystem. Um nochmal auf das vorher ins Spiel gebrachte Röntgenbild zurückzukommen, das zur Veranschaulichung dienen soll: hier sehen Sie das Ausheilen einer sehr großen Entzündung an der Wurzelspitze. Der dunkle Schatten von der Erstaufnahme ist „verschwunden“. Die endodonische Behandlung war erfolgreich. Man kann von einer „Heilung“ sprechen, nicht zuletzt, weil das Immunsystem von dem hier behandelten Patienten die knöcherne Regeneration unterstütz hat. Trotzdem sehen Sie auch hier Fremdmaterial außerhalb des Zahnes. Das hat der knöchernen Regeneration allerdings keinen Abbruch getan. Vielleicht hat die Wurzelkanalbehandlung auch so gut funktioniert, weil in diesem Fall wirklich bis an die Wurzelspitze gespült und damit desinfiziert wurde.
      Um eine mögliche Reaktion des Körpers auf eine Wurzelbehandlung oder auf Fremdmaterial klinisch nachweisen zu können, kann der sogenannte LTT Test durchgeführt werden. Hinter dem Begriff LTT verbirgt sich Lymphozytentransformationstest. Mit diesem Test, der von gesetzlich versicherten Patienten selbst übernommen werden muss, kann wissenschaftlich die Reaktion des Körpers auf fremde dentale Materialien oder die Auswirkung von toten Zähnen (wurzelkanalbehandelte Zähne) getestet werden. Fragen Sie Ihren Zahnarzt oder Dermatologen nach einem Labor, das diesen Test anbietet.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
      Gute Besserung,
      A.C. Schabel

  39. Guten Tag,

    ich bin in der 24. Woche schwanger.

    Vor ca. 2 Wochen hatte ich dann plötzlich gelegentlich spontan auftretende Zahnschmerzen bzw. ein kurzes Ziehen in dem vorletzten Backenzahn oben. Lt. Zahnärztin voraussichtlich ein Problem durch die Schwangerschaft (angeblich empfindlicher Zahnschmelz).

    Ein paar Tage später wurden die Schmerzen dann häufiger bzw. traten diese immer kurz nach dem Essen/trinken auf, meines Empfindens nach besonders stark nach kalten Sachen. D aes an einem Freitag schlimmer wurde und ich keinen ZA mehr erreichen konnte wartete ich das WE ab. Am Samstag wandete sich das Ganze dann insofern, dass die Schmerzen nach dem Genuß von klatem nicht bzw. nur noch selten auftraten, dafür ab Sonntag aber sehr stark nach dem Genuss von warmen dingen.

    Am Montag ging ich dann zu meiner Ärztin. Es wurde eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt. Danach hatte ich ca. 4-5 Tage Druckschmerzen beim zubeissen, die dann aber nachliessen.

    Nach einem schmerzfreien Samstag kam dann am Sonntag der ziehende Schmerz nach kaltem Genuss zurück.

    Dann hatte ich heute einen Termin zum messen der Kanäle (per Strom). Hierbei stellte sich heraus, dass die Kanäle sehr eng und tiefer sind als bis dato vermutet (2,4 cm). Lt. Zahnärztin daher auch die wieder aufgetretenen Schmerzen bzw. das ziehen. Die Kanäle wurden nochmals gesäubert und wieder provisorisch verschlossen.

    Nun, nachdem die Betäubung raus ist, habe ich jedoch so strake Schmerzen, dass ich den Zahn am liebsten sofort ziehen lassen würde. Die komplette rechte Seite schmerzt. Die Schmerzen sind stärker als je zuvor!

    Was kann ich tun? Kühlen hilft minimal…..

    PS: Unten links habe ich ein Implantat – kann dieses Schmerzen weiterleiten?

    Für eine schnelle Antwort vielen Dank
    Sandra

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Sandra,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile etwas besser. Sie beschreiben sehr ausführlich wie sich Ihr Zahnschmerz über den Zeitraum von ca. 14 Tagen an einem oberen Molaren (Backenzahn) verändert hat. Die Empfindlichkeit von kalt auf heiß ist häufig mit dem Übergang von einer reversiblen zu einer irreversiblen Pulpitis gleichzusetzen und stellt ein wichtiges diagnostisches Mittel dar. Bei einer irreversiblen Nervenentzündung muss eine Wurzelkanalbehandlung eingeleitet werden. Häufig berichten Patientin nach der ersten Schmerzbehandlung von Beschwerdefreiheit. Im Rahmen der weiteren Behandlung können jedoch wieder Zahnschmerzen auftreten. Möglicherweise wird erst in einer zweiten Behandlungssitzung im Rahmen der mechanischen (Instrumente) und chemischen (Spülung) Aufbereitung des Wurzelkanalsystems das komplette Nervengewebe aus dem schmerzenden Zahn entfernt. Diese Säuberung des Wurzelkanalsystems kann während und nach der zahnärztlichen Behandlung schmerzen. In Ihrem Fall haben die Wurzelkanäle eine Überlänge von 24 mm und die Kollegin hat sicher bisher noch nicht instrumentierte Bereich des Wurzelkanalsystems behandelt und somit möglicherweise Schmerzen ausgelöst. Die Reinigung bis an die Wurzelspitzen ist aber für eine langfristig gute Prognose des Zahnes unerlässlich. Am genauesten lässt sich die Länge des Wurzelkanals mit der elektrischen Längenmessung (Strom) bestimmen. Durch Ihre Schwangerschaft wird man sicher auf Röntgenkontrollaufnahmen verzichten.
      Kühlen ist bei Zahnschmerzen sinnvoll. Jedoch sollte das betroffene schmerzende Areal nicht zu ausdauernd gekühlt werden. Ein mögliches Kühlungsintervall könnte 15 Minuten Kühlungszeit und 15 Minuten Pause sein. Die Schmerzmedikation, falls notwendig, sollte in Abstimmung mit Ihrem Frauenarzt gegeben werden. Von Nelkenöl zur Behandlung von Zahnschmerzen sollte Abstand genommen werden. Gewürznelken werden als wehenauslösend beschrieben.
      Aus schulmedizinischer Sicht spielt das Implantat keine Rolle in der Schmerzweiterleitung.
      Ich würde Ihnen empfehlen sich engmaschig bei Ihrer Zahnärztin vorzustellen. Sollten die Schmerzen nicht abklingen, muss in Abstimmung mit Ihrer Frauenärztin besprochen werden, wie weiter vorgegangen werden soll. Schmerz ist Stress für Sie und somit auch für Ihr Baby.
      Unter http://www.zahnschmerzen.net/therapie/schwangerschaft/ finden Sie vielleicht noch weitere Informationen zum Thema „zahnärztliche Behandlung in der Schwangerschaft“. Unter http://www.embryotox.de/ können Sie Informationen zur Verträglichkeit von Medikamenten für Sie und Ihr Baby recherchieren.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung,
      A. C. Schabel

  40. Hallo,
    ich hatte vor zwei Tagen eine Wurzelbehandlung an einem noch lebenden Zahn. Es musste sehr viel Betäubing gespritzt werden bevor die Kanäle gesäubert werden konnten. Nach der Behandlung wurde der Zahn provisorisch verschlossen.
    Nachdem die Betäubuing nachließ ging es einigermaßen. Dienstag morgen begann der Zahn allerdings extrem zu schemrzen – er war extrem druckempfindlich und der Schmerz strahlte aus.
    Da es immer schlimmer wurde ging ich heute wieder hin. Der Zahn wurde nochmal geöffnet und gespült und wieder provisorisch verschlossen. Seitdem tut er aber noch mehr weh als vorher.
    Der Zahnarzt meinte, dass es morgen besser sein sollte, aber es wird eher schlimemr und ohne viele Schmerztabletten geht gar nichts.

    Ist das normal? Ich glaube, wenn ich morgen wieder zum Arzt gehe, fühlt er sich nur genervt.

    Viele Grüße
    Claudia

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Claudia,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Die Entfernung eines entzündeten Nervs aus einem Zahn kann sehr schmerzhaft sein. Eine Wurzelkanalbehandlung ist der Versuch den betroffenen Zahn zu retten. Auch nach der sogenannten Vitalexstirpation (Entfernung des Nervs aus dem Wurzelkanalsystem) kann es zu starken Schmerzen kommen. Sie müssen sich vorstellten, dass entzündetes Gewebe aus Ihrem Zahn entnommen wurde. Das umliegende Gewebe muss erst wieder „heilen“. Das dauert eine Weile. Mit den Spülungen versucht Ihr Zahnarzt den Zahn von Geweberesten zu befreien und zu desinfiziere. In der Regel lässt sich die Zeit der akuten Zahnschmerzen mit Schmerztabletten überbrücken. Das Mittel der Wahl gegen Zahnschmerzen ist Ibuprofen soweit keine humanmedizinischen Kontraindikationen vorliegen. Aber auch mit Nelkenöl können Zahnschmerzen gelindert werden. Bei anhaltenden Schmerzen sollten Sie sich allerdings erneut bei Ihrem Zahnarzt vorstellen. Der zahnärztliche Notdienst muss aufgesucht werden, wenn es zu einer Schwellung, Fieber oder Schluckbeschwerden kommt.
      Trotzdem möchte ich Ihnen Mut machen. Auch Zähne, die anfangs sehr schmerzhaft sind und deren Behandlung nicht unproblematisch ist, können häufig gerettet werden und langfristig in der Mundhöhle bleiben.
      Ich wünsche Ihnen Gute Besserung,
      Anja Carina Schabel

  41. Guten Abend!

    Also, es hat sich einiges getan. Mit den Schmerzen war es so ein auf und ab. Verwunderlich war für mich, dass der Hauptschmerz nicht vom Zahn selbst, sondern vom Kieferknochen darüber ausging. Dazu aber gleich mehr.
    6 Tage nach meiner letzten Behandlung bin ich letzten Freitag wieder zum ZA. Da die Schmerzen nicht vollständig nachgelassen hatten, riet er mir das nochmalige Spülen der Kanäle. Das war soweit auch in Ordnung…dann wollte er erneut ein Medikament (vermutlich Antibiotikum) an die Zahnwurzel setzen. Das war dann nicht so in Ordnung. Auf einmal stand mein gesamter Kiefer wieder unter Druck und schmerzte.
    Ich bin dann nach Hause, habe mir ne ibu eingeworfen und geschlafen. Als ich am Nachmittag wach wurde, waren die Schmerzen verschwunden und der Zahn wieder voll belastbar!!!! Der pure Wahnsinn:-)
    Tags drauf kehrte der Druckschmerz am Kiefer aber wieder in abgeschwächter Form zurück. Um die Problematik mit dem Kiefer näher zu beleuchten, gehe ich morgen zum Kieferchirugen. Und kommende Woche soll der Zahn dann auf jeden Fall gefüllt werden, da er überhaupt keine Beschwerden mehr erzeugt!!

    Unterm Strich kann ich sagen, dass ich bei einem sehr verständnisvollen, vertrauenswürdigen und scheinbar qualifizierten Zahnarzt gelandet bin, der das für mich unvollstellbare geschafft hat…der Zahn bleibt drin:-)

    Drücken Sie mir die Daumen, dass es so bleibt;-)

    Schönen Abend noch und vielen Dank der Nachfrage.

  42. Hallo Frau Schnabel!
    Ihren Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Darauf gestoßen bin ich, wie nicht anders zu erwarten war, weil ich momentan starke Zahnschmerzen habe. Hier eine kurze Einführung in meine Leidensgeschichte:
    Vor 6 Wochen bekam ich immer stärker werdende Schmerzen im Kiefer, unterhalb des rechten Auges. Nach 2 Wochen bin ich zum Zahnarzt, der nach längeren suchen am 14er rechts etwas feststellen konnte. Er leitete sofort jene wurzelbehandlung ein, die mir anschließend 4 Wochen lang sämtliche Schmerzen nahm. Dann musste ich wieder zum ZA. Er öffnete die provisorische Füllung und gab ein Medikament in den Wurzelkanal. Weiter blieb ich schmerzfrei. Diese Woche Montag wach ich jedoch morgens auf und habe am besagten 14er geschwollenes Zahnfleisch. Nachdem im Laufe des Tages schmerzen dazu kamen, bin ich am Dienstag wieder zum ZA. Er öffnete erneut die Füllung, reinigte den Kanal, verschrieb mit Penicillin und meinte, wenn es nun nicht besser werden würde, müsste der Zahn gezogen werden. Diese Aussage schockte mich etwas und deshalb bin ich gestern zu einem Endodontologen gegangen, der mich auch gleich gestern 40 Minuten behandelte. Er meinte danach, dass er 2 mm weiter als meine Zahnarzt gekommen sei und die Schmerzen nun schnelle (bis heute) nachlassen müssten.
    Leider ist von gestern Abend bis heute das genaue Gegenteil eingetreten. Jetzt sind die Schmerzen annähernd so extrem, wie vor der ersten Behandlung vor einigen Wochen bei meinem Haus-ZA. Ich kann den Zahn nicht mehr berühren und auch der Kiefer regiert mit schmerz, wenn ich ihn berühre.

    Meine Fragen:
    1. Wie kann man diese plötzliche heftigen Schmerzen nach der gestrigen Behandlung (von einen WB-Experten, der eine. Sehr kompetenten Eindruck machte) erklären?
    2. Mit Schmerzmitteln und Kühlung lässt sich der Schmerz halbwegs ertragen, ansonsten geht es überhaupt nicht. Bleibt mir überhaupt noch eine Wahl außer den Zahn ziehen zu lassen und das vermutlich so schnell wie möglich?
    3. Warum war ich nach ersten Behandlung fast 5 Wochen schmerzfrei und wieso kommt der Schmerz von heute auf morgen in der Intensität wieder?

    Ich bin sehr verzweifelt und momentan gewillt, mir morgen früh den Zahn ziehen zu lassen. Ich würde mich freuen, wenn ich vorher noch was von Ihnen hören würde!!

    Vielen Dank vorab und einen schönen (schmerzfreien) Abend;-)

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Jens,
      ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser. Eine Diagnose ist im Internet leider nicht möglich. Sie scheinen sich jedoch in sehr kompetenter Behandlung zu befinden. Eine möglich Erklärung für Ihre wiederkehrenden anhaltenden Schmerzen könnte ein Riss in dem betroffenen Zahn sein. Patienten klagen in solchen Fällen über Schmerzen, die zu Ihrer Beschreibung passen. Leider können Risse röntgenologisch in der Regel nicht festgestellt werden. Zahnärzte, die mit einem Mikroskop arbeiten, können Risse teilweise durch die enorme Möglichkeit der Vergrößerung diagnostizieren. Bei Rissen, dich sich der Länge nach durch einen Zahn ziehen, sind klinisch punktförmige starke parodontale Einbrüche mit einer PA – Sonde zu tasten. Man spricht in diesem Fall von einer Längsfraktur. Weisen Zähne solche Risse auf, hilft tatsächlich nur das Entfernen des betroffenen Zahnes. Die abschließende Beurteilung der Situation sollte der Sie behandelnde Zahnarzt mit der Spezialisierung oder dem Tätigkeitsschwerpunkt Endodontie durchführen. Der klinische Befund und der weitere Verlauf der Schmerzsymptomatik werden maßgeblich bei der Entscheidungsfindung für die weitere Therapie sein. Da sich die Schmerzen nicht verbessern, empfehle ich Ihnen sich erneut bei Ihrem Zahnarzt vorzustellen.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung,
      Anja Carina Schabel

    • Guten Morgen Frau Schnabel!
      Vorweg vielen Dank für ihre Antwort, wirklich sehr freundlich, danke!!

      Ich war heute bzw. gestern morgen wieder bei dem Spezialisten. Er hat den Zahn erneut geöffnet, die Kanäle nochmals erweitert und an der Wurzelspitze erneut ein Medikament angebracht. Die Schmerzen bei dieser Behandlung waren unglaublich stark und das obwohl ich 4 oder 5 Spritzen bekommen habe. Im Anschluss daran hat er nochmals Aufnahmen von dem Zahn machen lassen und anhand dieser festgestellt, dass der Zahn sehr gut aussehen würde. Weiterhin hat er mir Penicillin und Ibuprofen 600 verschrieben. Ich bin, trotz Betäubung, mit Schmerzen nach Hause gefahren und habe dort die Tabletten eingenommen. Seitdem haben die Schmerzen nachgelassen und auch den Zahn kann ich wieder berühren ohne das ich sofort einen Schmerz verspüre.

      Der Zahnarzt war so freundlich mir seine Mobilrufnummer zu überlassen, damit ich, wenn die Schmerzen wieder zunehmen, ihn kontaktieren kann, um den Zahn ziehen zu lassen. Zu den Schmerzen sagte er mir, dass die Kanäle nun bestens aufbereitet seien und der Zahn nicht gebrochen sei. Die Schmerzen könnte seiner Meinung nach nur von der Wurzel herrühren. Sollte diese Behandlung + Tabletten keine Linderung erbringen, könnte man zwar noch eine WSR durchführen, wovon er mit wiederum ab- und dann die Entfernung des Zahnes anrät.

      Wie auch immer, ich habe drei schlechte Tage hinter mir und nun geht es. Schaue mir grad höchst interessiert eine Doku an und freue mich gleich auf einen lange Nacht. Sollte es morgen wieder losgehen, werde ich mich für die Entfernung entscheiden. Laut meines Arztes habe ich alles mögliche für die Erhaltung getan. Alles weitere wäre nicht mehr zu beeinflussen.

      So denn, wollte eigentlich nur ne kurze Info geben…aber kurz liegt mir nicht so, sorry;-)

      Schönen Abend/Nacht weiterhin…

    • Dr. Anja Schabel:

      Lieber Jens,
      nun ist einige Zeit vergangen. Wie geht es Ihnen und dem Zahn?
      Liebe Grüße,
      Anja Carina Schabel

  43. Hallo Frau Schabel,

    ich hatte vor einer Woche eine Wurzelbehandlung.
    Am letzten Wochenenende wurde es dann unerträglich. Ich konnte nichts essen und nicht schlafen. Ibubrofen 800 hat auch nicht geholfen, so dass ich am Montag direkt zum Zahnarzt gegangen bin. Er hat den Zahn ausgespült und mir Anitbiotika aufgeschrieben. Am Dienstag war ich wieder da um den Zahn auspülen zu lassen.
    An diesem Tag ging es mir wirklich viel besser.
    Ich muss aber sagen dass ich am Montag noch andere Zähne untersuchen lies da mir die ganze rechte Hälfte des Gesichts weh tat und ich das Gefühl hatte, das jeder Zahn entzündet war. Es war aber kein Befund zu finden. Die Schmerzen haben auch aufgehört.
    Jetzt bin ich am 3 Tag, an dem ich das Antibiotikum nehme, auf einmal wieder Schmerzen.. aber an einem ganz anderem Zahn. Das ist ein Weisheitszahn. Ich habe Schluckbeschwerden und die Lymphknoten auf dieser Seite sind angeschwollen.

    Nun weiss ich nicht ob ich abwarten soll oder doch noch einmal zumm Zahnarzt gehen muss.
    Jetzt steht wieder bald das Wochenede vor der Tür und habe grosse Angst genau den gleichen Horror durchmachen zu müssen wie das letzte Wochenende.

    Ich habe aber auch ebenso Bedenken, dass es wieder „Phantomschmerzen“ sind, die von dem Wurzelbehandelten Zahn „übertragen“ werden.

    Können Sie mir einen Tipp geben?

    Danke im Voraus!
    Liebe Grüße Anna

    • Dr. Anja Schabel:

      Liebe Anna,
      ich empfehle Ihnen vor dem Wochenende einen Zahnarzt aufzusuchen. Bei einer gründlichen klinischen und röntgenologischen Untersuchung kann festgestellt werden, ob der Zahn, der gerade mit einer Wurzelkanalbehandlung therapiert wird, die Zahnschmerzen auslöst und die Schmerzen „ausstrahlen“ oder ob zusätzlich der Weisheitszahn Ursache für die Kieferschmerzen ist.
      Ich wünsche Ihnen Gute Besserung.
      Anja Carina Schabel

  44. Ich habe Morgen eine Wurzelbehandlung am toten – aber entzündeten – Zahn. Nehme seit Mittwoch Antibiotika.
    Tut die Behandlung weh, weil ich eine Entzündung habe???

    • Dr. Anja Schabel:

      Hallo Frau Podszuweit,
      eine Einschätzung per Email gestaltet sich immer spekulativ, jedoch gehe ich nicht davon aus, dass Sie während der Behandlung Schmerzen haben werden. Wie Sie richtig schreiben, geht eine Entzündung an der Wurzelspitze in der Regel von einem bereits abgestorbenen Zahnnerv aus. Ist der Zahnnerv bereits abgestorben, „fühlen“ Sie an diesem Zahn normalerweise nichts mehr. In der Praxis wird dies mit dem Vitalitätstest geprüft. Mit einem Kältespray wird getestet, ob der betroffene Zahn den ausgelösten Temperaturunterschied noch weiterleitet. Bei einem bereits abgestorbenen Zahn können Sie Kälte oder Wärme nicht mehr „spüren“.
      Die Wurzelkanalbehandlung dient der Desinfektion des Wurzelkanalsystems. Es gilt das Wurzelkanalsystem von Bakterien und Geweberesten zu reinigen, um die Voraussetzung für die Heilung der Parodontitis apicalis (Wurzelspitzenentzündung) zu schaffen. Die Behandlung wird häufig mit einer örtlicher Betäubung (Spritze) durchgeführt.
      Ich wünsche Ihnen gute Besserung,
      Anja Carina Schabel

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