Zahnschmerzen was tun?

Zahnschmerz was hilft 

Zahnschmerzen was tun?

Was tun, was hilft bei Zahnschmerzen? Welche Schmerzmittel und Hausmittel (von Ibuprofen, Propolis bis Homöopathie) helfen bei Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen Notdienst

Was tun, wenn die Zähne schmerzen und der Zahnarzt des Vertrauens nicht zu erreichen ist? Durch den Notdienst sind Sie zu jeder Zeit medizinisch versorgt, in den Großstädten wie Berlin gibt es sogar einen Notdienst bis 2 Uhr morgens.

Hilfe bei Zahnschmerzen

Sie selbst können aber schon versuchen vor dem Zahnarztbesuch den Zahnschmerz zu lokalisieren, bzw. die Art des Schmerzes zu bestimmen, um die Diagnose für den behandelnden Arzt leichter zu machen.

  • Schmerzen die Zähne bei Kalt oder Heiß?
  • Ist der Schmerz bei Bewegung, in Ruhe oder im Liegen am Stärksten?
  • Ist der Schmerz ausgeprägter, wenn der Kopf nach vorne gebeugt wird?
  • Kam der Zahnschmerz plötzlich oder langsam? Kennen Sie eine Ursache, oder Zusammenhang?
  • Waren Sie in letzter Zeit in zahnärztlicher Behandlung?
  • Hatten Sie in letzter Zeit einen Schnupfen oder eine Kieferhölenentzündung (Sinusitis)?

Wenn Sie denken, dass der Schmerz von den Zähnen kommt, können Sie die Zähne schon vorab ein wenig abtasten. Mit einem Löffel können Sie auf die Zähne klopfen, um den „schuldigen Zahn“  zu lokalisieren.

Wenn die Weichgewebe anschwellen (z.B. dicke Backe), können Sie die betroffene Stelle kühlen, um eine Vergrößerung der Schwellung zu verhindern. Sollten die Zahnschmerzen mit Schluckbeschwerden, Schüttelfrost und Fieber einhergehen, müssen sie unverzüglich den Notdienst aufsuchen.

Zahnschmerzen Schmerzmittel

Schmerztabletten gegen Zahnschmerzen sind in akuten Phasen ggf. notwendig, allerdings sollte nie außer Acht gelassen werden, dass in den meisten Fällen relativ schnell Schmerzfreiheit erreicht werden kann, wenn durch eine richtige Therapie die Ursache des Zahnschmerzes beseitigt wird. Als Ausnahme sind beispielsweise Trigeminusneuralgien und Formen der cranio-mandibulären Dysfunktion zu nennen. Das Medikament der Wahl gegen Zahnschmerzen ist Ibuprofen. Paracetamol kommt ebenfalls zur Anwendung. Acetylsalicylsäure (Aspirin) sollte wegen der blutverdünnenden Wirkung nicht eingenommen werden. Einige Ärzte schwören auf die schmerzstillende Wirkung von Dolomo. Dies ist ein Kombinationspräparat aus Paracetamol und Acetylsalicylsäure, das für den Tag und für die Nacht unterschiedliche Tablettenzusammensetzungen aufweist. Die Tabletten für den Tag sind mit Coffein versetzt, die Nachttabletten haben Codein als Zusatz.

Diclofenac (Voltaren®Resinat) wird vor allem als Baustein zur Therapie der cranio-mandibulären Dysfunktion verschrieben.

Tamadol (Tramal) ist ein Schmerzmittel für ausgesprochen starke Zahnschmerzen. Bei einem gesunden Patienten findet dies in der Zahnmedizin kaum Anwendung. Tramadol gilt laut WHO als schwach wirkendes Opiat. Als stark wirkendes Opiat ist beispielsweise Morphin bekannt.

ASS, Paracetamol, Ibuprofen und Voltaren sind in den Niedrigdosierungen rezeptfrei in der Apotheke (over the counter) zu kaufen. Für alle anderen Schmerzmittel benötigen Sie ein Rezept. Bitte halten Sie sich streng an die Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker und informieren Sie sich über die Gegenanzeichen und Nebenwirkungen.

Zahnschmerzen Hausmittel

Bei Zahnschmerzen sind im Gegensatz zu anderen körperlichen Beschwerden Hausmittel weniger bekannt und auch in der Regel weniger sinnvoll. Sie können und sollen hauptsächlich zu einer Überbrückung des Besuches beim Zahnarzt bzw. zu einer Linderung des Schmerzes oder von Entzündungen und zur eingeschränkten Abwehr von Erregern eingesetzt werden.

Aus unserer Erfahrung sind die folgenden Hausmittel am Besten für den genannten Zweck geeignet:

ProblemHausmittel
Karies ZahnschmerzenPropolis, Gewürznelke
Zahnschmerzen nach der WurzelbehandlungKühlen
Zahnschmerzen nach FüllungGewürznelke
Parodontitis (im Volksmund noch häufig: Parodontose)Spülung mit Kamille, Salbei, grüner Tee Sencha, Johannisbeersaft, Teebaumöl-Verdünnung
Zahndurchbruch bei KindernVeilchenwurzel, Kamillentee, Salbeitee
AphteTeebaumöl-Verdünnung

Bei Schwellung hilft es immer zu kühlen. So kann ein Icepack weitere Schwellungstendenzen einer bereits bestehenden dicken Backe unterbinden. Gewürznelken sind die bekanntesten Hausmittel zur Unterbindung von Zahnschermerzen. Propolis und Teebaumöl-Verdünnungen (Vorsicht vor der reizenden Wirkung ätherischer Öle) wirken antibakteriell und antiviral; zusätzlich unterstützt Propolis sogar die Wundheilung.

Bei Babys haben die Hausmittel ebenfalls eine große Bedeutung: Wenn die ersten Zähnchen kommen, hilft es die Kleinen auf einen gekühlten Beißring oder Löffel kauen zu lassen. Aber auch dem Kauen auf getrockneten Veilchenwurzeln wird eine schmerzstillende Wirkung zugeschrieben. Kamillen- oder Salbeitee kann mit einem Wattestäbchen auf die schmerzenden Stellen einmassiert werden.

All diese Hausmittelchen sind als kurzfristige Lösung gedacht. Trotz Hausmittel müssen Sie sich Hilfe vom Zahnarzt holen.

Vorbeugung

Spätestens wenn man unter starken Zahnschmerzen leidet, ist man offen für die häufig zu hörende Warnung, dass der beste Schutz vor Zahnschmerzen in der Vorbeugung, also einer guten Mundhygiene und Mundpflege liegt. So verhindert man das Entstehen von Erkrankungen im Mundraum.




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